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Projektfläche: Berlin Mittelheide

100%
100% bepflanzt (Bäume: 18000 von 18000)
Wir haben uns entschieden eine weitere Fläche in Berlin zu übernehmen. Es handelt sich auch hier um ein Trinkwasserschutzgebiet, welches den Berlinern das Trinkwasser filtert. Die Fläche liegt in Mittelheide und gehört zum Stadtbezirk Friedrichshagen. Es besteht das gleiche Problem, wie bei den von uns bearbeiteten Flächen: Aufgrund starken Befalls mit Spätblühenden Traubenkirschen und der intensiven Verbisstätigkeit des Rehwildes kann sich der bestehende Wald nicht mehr natürlich verjüngen. Gegen die dichten Strauchschichten hat der Nachwuchs heimischer Bäume kaum noch eine Chance.

Es handelt es sich bei der Fläche um eine typische Berliner Kiefernmonokultur. Die Fläche ist 3 ha gross. Die Fläche ist vom Baumbestand und Durchforstungsgrad sehr gut geeignet für das Projekt; die Kiefern sind etwa 75 Jahre alt. Es wachsen vereinzelt weitere Bäume wie Eichen und Buchen auf der Fläche und am Wegesrand stehen einige große Birken.

Um dieses innerstädtische Naherholungsgebiet zu erhalten und damit wichtige CO2-Senken zu schaffen, unterpflanzen wir die Fläche mit 18.000 Rotbuchen. Zusätzlich wird die wuchernde Traubenkirsche bekämpft und die jungen Pflanzen durch Einzäunung vor Rehverbiss geschützt. Die Unterpflanzung als auch die intensive Pflege der Fläche sorgen dafür, dass hier wieder ein gesunder Wald entsteht der sich auf natürlichem Wege regenerieren kann und damit langfristig zur Verbesserung des Klimas beiträgt. Als Schattbaumart ist die Buche gutes natürliches Bekämpfungsmittel gegen Traubenkirsche, denn sie setzt sich nach den ersten Jahren gut gegen den Schädling durch.

Wir haben bei unserer ersten Fläche in Berlin die Pflege selbst übernommen und fahren 2x pro Jahr mit Freiwilligen auf die Fläche, um die wuchernde Traubenkirsche mit Äxten und Scheren zurückzuschneiden, damit unsere Buchen Licht bekommen. Dies werden wir bei dieser Fläche nicht mehr übernehmen können, da es einfach nicht mehr zu schaffen ist. Wir haben mit einem Dienstleister vereinbart, dass dieser nun die Pflege für 5 Jahre übernehmen wird. Das kostet uns 370,- netto pro Jahr und Hektar. Diese Pflege haben wir eingepreist, daher kosten die Buchen etwas mehr als die Bäume auf den anderen Flächen.

Bei diesem Projekt arbeiten wir mit dem Berliner Landesforstamt zusammen, das aufgrund mangelnder finanzieller Mittel leider nicht in der Lage ist, die ökologisch wichtigen Maßnahmen flächendeckend selbst durchzuführen. Mit Eurer Hilfe erhalten wir dieses Naherholungsgebiet und den Lebensraum vieler Tierarten. Wir schaffen nachhaltig natürlichen Wald und damit lebensnotwendige CO2-Senken für den Großraum Berlin.

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