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09.04.2008 - von admin

Industrieländer und Entwicklungsländer streiten in Bangkok

Erst in einer Verlängerung der Klimakonferenz in Bangkok, konnte eine Einigung über den weiteren Fahrplan für das Nachfolgeabkommen von Kyoto erreicht werden. Wie bereits im letzten Jahr auf Bali war es erst in letzter Minute gelungen
einen gemeinsamen Nenner zu finden. Allerdings mussten auch wieder alle strittigen Themen ausgeklammert werden und wurden bis auf Weiteres vertagt. Einer der Hauptstreitpunkte waren unterschiedliche Vorstellungen Japans und einiger Entwicklungsländer über die Reduzierung von Treibhausgasen. Die EU hat bis 2020 eine Reduzierung der Treibhausgase um 25 bis 40 Prozent vorgeschlagen - gemessen an den Emissionen des Jahres 1990. Japan verlangt hingegen die Werte des Jahres 2005 als Bezugsgröße anzusehen.

Die Teilnehmer aus 163 Staaten hatten über 5 Tage über die Agenda verhandelt, konnten aber erst im Laufe des Samstags dieses jetzt vorliegende Ergebnis präsentieren. Nun steht konkreten Verhandlungen über ein Nachfolgeabkommen des Kyoto-Protokolls, das 2012 ausläuft, nichts mehr im Wege. Das Ende 2009 in Kopenhagen zu verhandelnde Abkommen soll Anfang 2013 in Kraft treten. Die nächste Verhandlungsrunde findet nun im Juni in Deutschland statt. Dabei sollen die Kapitel Finanzierung und Technologie im Vordergrund stehen. Im Dezember dieses Jahres soll der nächste große Uno-Klimagipfel im polnischen Poznan stattfinden.

Falls Mexiko mit seinem Vorschlag einen multinationalen Klimafond einzuführen Erfolg hat, so könnte dies im Ergebnis dazu führen, dass die Entwicklungsländer stärker mit ins Boot geholt werden könnten. Dieser Fond soll die Klimaschutz-Aktivitäten in Entwicklungsländern fördern, die Anpassung an den Klimawandel in den am stärksten betroffenen Staaten vorantreiben und den Technologietransfer stärken. Ausserdem könnte man so den USA die Argumentationsbasis teilweise entziehen, die auf einer stärkeren Beteiligung der Entwicklungsländer bei der Reduktion der Klimagase bestehen. Der Fond könnte die finanzielle Basis des neuen Uno-Klimaabkommens werden.

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