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Feb 27, 2017 - by Christian Lingnau
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Frühling: Pflanzen bereiten sich auf Photosynthese vor

Mit den steigenden Temperaturen werden Bäume wieder aktiv. Die Pflanzen bereiten sich auf die warme Jahreszeit vor, indem sie austreiben und Blüten bilden.

Bäume wissen, wann Frühling ist

Frühling bedeutet für Pflanzen vor allem eins: austreiben! Doch woher wissen sie, wann der Winterschlaf vorbei ist? Bäume haben ein bestimmtes Kältebedürfnis, das zum Beispiel bei Obstbäumen je nach Art zwischen 800 und 1.600 Stunden beträgt (was übrigens ein Grund dafür ist, warum heimische Gehölze in der Wohnung nicht überleben können). Diese „innere Uhr“ zählt nur Kältestunden zwischen 0° und 7° C, höhere oder tiefere Temperaturen spielen keine Rolle. Sobald die erforderliche Anzahl an Kältestunden erreicht ist und die Temperaturen auf über 7 °C steigen, treiben sie aus.

Jede Baumart hat ihre Zeit

Für den Austrieb benötigen die Bäume Energie. Dazu wandeln sie die im Vorjahr gespeicherte Stärke in transportfähige Glucose um. Durch die unterschiedlichen Konzentrationen der Zuckerlösung entsteht ein Unterdruck im Transportsystem des Holzes (dem sog. Xylem), der zu einer Wasseraufnahme über die Wurzeln führt. Auf diese Weise wird der Saftstrom des Baumes aktiviert.

Von den heimischen Bäumen öffnen sich die Blattknospen der Birke als Erstes. Als Pionierbaum bevorzugt sie freie Flächen, d. h. in kühlen und lichten Biotopen fühlt sie sich besonders wohl. Die Buche benötigt als Schattbaumart weniger Licht und ist wärmebedürftiger als die Birke. Sie treibt daher später im Frühjahr aus. Eichen lassen sich noch mehr Zeit, da sie noch höhere Wärmeansprüche haben als die Buche. Sie könnten daher auch vom Klimawandel profitieren und ihre Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Baumarten steigern.

Frühling ist Blütezeit

Im Frühjahr ist außerdem Blütezeit. Die meisten Waldbäume werden windbestäubt und sind damit eher unscheinbar. Die männlichen Blüten der Buche zum Beispiel sind lang gestielt und hängen kopfförmig herab, weibliche Blüten befinden sich einzeln oder zu zweit aufrecht am Triebende. Durch den Wind wird der Blütenstaub (Pollen) der männlichen Blüten zu den weiblichen Blüten transportiert. Obstbäume wie die Vogelkirsche sind hingegen auf tierische Mithilfe angewiesen: Ihre weißen, duftenden Blüten locken Insekten an, damit diese die Bestäubung übernehmen.

Bäume können übrigens weibliche und/oder männliche Blüten haben. Die Gemeine Buche etwa gehört zu den einhäusigen Pflanzen, d. h. es befinden sich männliche und weibliche Blüten auf dem Baum. Bei zwittrigen Arten wie der Kastanie enthält eine Blüte männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane (was bei den meisten Pflanzen der Fall ist). Individuen zweihäusiger Pflanzen (z. B. Weide) haben entweder nur männliche oder nur weibliche Blüten.

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