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22.06.2016 - von Christian Lingnau
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Sommeranfang: Sonnige Aussichten für Bäume

In der wärmsten Jahreszeit produzieren Pflanzen die meiste Biomasse. Bäume laufen jetzt zur Hochform auf.

Jedes Jahr ein Ring

Wie die meisten Pflanzen wachsen Bäume in die Höhe und Horizontale. Deshalb unterscheidet man zwischen dem Längen- und dem Dickenwachstum. Das Längenwachstum beginnt am Spross und an den Zweigenden. Durch Zellteilung entwickeln sich neue Triebe, die mit der Zeit verholzen. Generell hängt das Wachstum stark von den Standortbedingungen, dem Alter und der Baumart ab.

Das Dickenwachstum sorgt dafür, dass Stamm und Äste von Jahr zu Jahr dicker werden. Dabei entstehen die sogenannten Jahrringe, an denen sich das Alter eines (gefällten) Baumes ziemlich genau ablesen lässt. Warum ist das so? Der Baum bildet am Ende der jährlichen Wachstumsperiode dickwandige Zellen, die sich deutlich von den dünnwandigen Zellen des Folgejahres abgrenzen. Die Wachstumsschicht wird Kambium genannt und befindet sich zwischen Rinde und Splintholz.

Wurzeln und Blätter

Genauso wichtig ist das unterirdische Wachstum. Um die zunehmende Masse halten und versorgen zu können, muss das Wurzelwerk mit Stamm und Krone mithalten. Schließlich ist das Blätterdach im Sommer voll ausgebildet und entsprechend schwer. So hat eine 80-jährige Buche durchschnittlich 800.000 Blätter (Nadelbäume behalten ihre Nadeln das ganze Jahr über, da ihnen der Frost nichts anhaben kann).

Durch das Chlorophyll erhalten Blätter und Nadeln ihr typisches Grün und können Photosynthese betreiben. Aus Kohlendioxid, Luft und Wasser in Verbindung mit Energie (Sonnenstrahlung) produzieren die Bäume Zucker. Dieser ist wiederum Voraussetzung für die Bildung von Biomasse, Holz und Rinde.

Bäume mögen es mäßig

Für die meisten heimischen Arten sind Sommer mit mäßigen Temperaturen und mittlerem Niederschlag optimal. Im Zuge des Klimawandels nehmen extreme Sommer mit langanhaltender Hitze und Trockenheit jedoch zu. Bei Aufforstungen setzen wir deshalb auf standortgemäße Mischungen verschiedener Baumarten. Auf diese Weise entstehen dynamische Wälder, die sich anpassen und zugleich helfen können, die Folgen des Klimawandels abzumildern.

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