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03.03.2014 - von Christian Lingnau

"Wir sind eine offene Plattform"

betterplace.org ist die größte Online-Spendenplattform in Deutschland. Wir haben uns mit Elisabeth Kippenberg, Leiterin Marketing/PR und Mitbegründer Moritz Eckert unterhalten.

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Moritz Eckert, Mitbegründer von betterplace.org

Welche Bedingungen muss eine Organisation oder ein Projekt erfüllen, um sich bei Ihnen anzumelden?


Elisabeth Kippenberg: betterplace.org ist eine offene Plattform, das heißt grundsätzlich kann jede Organisation und jede Privatperson betterplace.org nutzen, um Spenden zu sammeln. Ganz egal, ob es sich dabei um eine kleine ‚Graswurzelinitiative’ oder eine große Hilfsorganisation handelt. Wichtig ist, dass das Projekt einen sozialen Bezug aufweist, transparent dargestellt ist und unseren Nutzungsbedingungen entspricht. Diese Offenheit sorgt für eine große Bandbreite an unterschiedlichen Projekten. Von den „Hero Rats“, einem Projekt in Kambodscha, bei dem Ratten trainiert werden, um Minen zu erschnüffeln, bis hin zum Obdachlosenprojekt in Berlin-­Moabit. Auf betterplace.org gibt’s zu allen Themen und in allen Regionen tolle Projekte.

 

Wie stellen Sie sicher, dass das Geld dort ankommt, wo es gebraucht wird?


Elisabeth Kippenberg: betterplace ist ein ‚Enabler’ für den sozialen Sektor, das heißt wir vermitteln zwischen Menschen, die helfen wollen und Menschen, die Hilfe benötigen. Wir schaffen ein transparentes System, in dem Projekte ihren Bedarf detailliert darstellen und regelmäßig über den Fortschritt vor Ort berichten. Jedes Projekt kann dabei offen diskutiert, bewertet und mitverfolgt werden. In diesem ‚Web of Trust’ können sich Spender ein genaues Bild vom Projekt machen und entscheiden selbst, wem sie vertrauen und was sie fördern möchten.

 

Was treibt die Gründer und Förderer der Plattform an?


Moritz Eckert: Die Grundidee war recht banal: Das Internet ist ein derart cooles Medium – hier sollte man nicht nur Schuhe kaufen und Freunde finden können, sondern auch die Welt verbessern! Deshalb haben wir betterplace.org gegründet: Eine zeitgemäße Plattform, die Spender und Hilfsbedürftige zusammenbringt. Auslöser waren verschiedene Erfahrungen im Ausland und der Wunsch, vor allem kleinen lokalen Initiativen Sichtbarkeit zu geben. Diese kleinen lokalen Initiativen machen häufig so tolle Arbeit – aber kaum jemand kennt sie.

 

Können Sie Trends im Spenderverhalten ausmachen?

 

Elisabeth Kippenberg: Das Online-­Spendenvolumen wächst kontinuierlich und wird auch in den kommenden Jahren weiter stark an Bedeutung gewinnen. Vor allem junge Menschen nutzen das Internet, um sich sozial zu engagieren. Der gesamtgesellschaftliche Wunsch nach mehr Transparenz spielt dabei eine wichtige Rolle. Außerdem binden sich junge Spender nicht mehr langfristig an eine Organisation oder ein bestimmtes Hilfsprojekt, sondern wechseln häufiger das Spendenziel und die Organisation. Unsere Kollegen vom betterplace lab sind übrigens gerade im „lab around the World“ unterwegs, um weltweite Trends im digital-­sozialen Sektor zu erforschen. Die Ergebnisse veröffentlichen wir im „betterplace lab Trendreport“, damit Menschen, Organisationen und Unternehmen des sozialen Sektors effizienter und wirksamer arbeiten können.

 

Vielen Dank!

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