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01.03.2008 - von Christian Lingnau
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Zitterpappel (Populus tremula)

Die Zitterpappel (Populus tremula), auch Espe oder Aspe genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pappeln (Populus).

Sie gilt als die in Europa am weitesten verbreitete Pappelart. In Mitteleuropa gibt es noch zwei weitere Arten: die Schwarz-Pappel (Populus nigra) und die Silber-Pappel (Populus alba). Die Zitterpappel gehört zu den sogenannten Pionierbaumarten – Baumarten also, die (gestörte) Standorte als erste Baumarten neu besiedeln. So trifft man sie bspw. häufig auf städtischen Brachflächen oder im Bereichen des ehemaligen Tagebaus an. An die Bodenqualität stellt die Espe keine hohen Ansprüche, wichtig sind sonnige Standorte, da sie wie alle heimischen Pappelarten eine Lichtbaumart ist.

Größe und Alter

Die Zitterpappel erreicht je nach Standort eine Wuchshöhe von meist 20, selten auch bis 35 Metern. In unseren Breiten wächst kein einheimischer Baum schneller als Pappeln. Der auch in unseren Städten häufige chinesische Götterbaum (Ailanthus altissima) vermag auf städtischen Brachflächen zuweilen Schritt zu halten. Das Holz der Zitterpappel ist sehr weich und leicht. Es ist weiß bis grauweiß und im hohen Alter häufig kernfaul, was wiederum einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten darstellt. Außerdem schwindet es kaum.

Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 100 Jahren, ihr Wachstum ist bereits mit 60 Jahren größtenteils abgeschlossen. Durch Wurzelsprosse können im Nieder- und Mittelwaldbetrieb und auf lichten Freiflächen Gruppen von dicht zusammenstehenden Stämmen wachsen. In Nordamerika fand man eine aus 4700 Stämmen bestehende Pflanze die eine Fläche von 43 ha einnahm.

Lebensraum & Inhaltsstoffe

Die Zitterpappel ist eine der wichtigsten Futterpflanzen unserer heimischen Schmetterlinge. So leben etwa die Raupen der attraktivsten und am stärksten gefährdeten Tagfalter an diesem Baum. Aus Gründen der Biodiversität (Artenvielfalt) sollte wo möglich unbedingt auf die Rodung der Bäume verzichtet werden. Die Blätter und Rinde der Pappel enthalten Verbindungen von Salicylsäure, die schmerzlindernd, entzündungshemmend und fiebersenkend wirken, weshalb sie auch in der Naturheilkunde Verwendung finden.

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