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22.06.2013 - von Christian Lingnau

Die neue Fläche ist eine Deponie

Der Pachtvertrag für die neue Fläche ist unterschrieben! Wo früher Hausbrandasche entsorgt wurde, werden wir Bäume pflanzen.
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Mehr Gras als Bäume: Die Fläche in Wallendorf.

Unsere neue Projektfläche in Wallendorf ist etwas Besonderes: Mit 15 Hektar ist sie mit Abstand die größte. Zudem handelt es sich um eine ehemalige Deponie. Zu DDR-Zeiten wurde hier vor allem Hausbrandasche eingelagert. 1990 wurde sie mit einer Mischung aus Erde und Klärschlamm geschlossen und vollständig rekultiviert. Heute erhebt sich das Areal etwa 4-5 Meter über die umliegenden Felder.  

Mehr als ein Jahr haben die Verhandlungen gedauert. Auf der Suche nach einer neuen Fläche hatten wir den Landrat im Saalekreis angesprochen. Dort hat man uns mit offenen Armen empfangen und die Deponie in Wallendorf angeboten. Zunächst stand ein Kauf der Fläche zur Debatte. Darauf folgten einige Gutachten, da so eine Deponie ja nicht ganz ohne Risiken ist – die wir bei einem Kauf übernommen hätten. Letztendlich haben wir uns auf einen unbegrenzten Pachtvertrag geeinigt.  

Durch den hohen Stickstoffanteil der oberen Pflanzschicht besteht ein gewisses Anwuchsrisiko. „Was wir pflanzen, beraten wir derzeit mit Forstexperten und Instituten, die sich bereits mit der Bepflanzung von Deponien auskennen“, erklärt Michael Bahr, Geschäftsführer von I Plant A Tree. „Aber auch da gibt es kein Patentrezept. Alles in allem ist das wieder eine Herausforderung.“ Sobald die Erstaufforstungsgenehmigung vorliegt, könne die Projektfläche online gehen.

In Wallendorf wollen wir aber mehr als Bäume pflanzen. Erstmals planen wir ein pädagogisches Projekt mit den Schulen der Umgebung, bei denen Schüler Biologie- und Naturschutzprojekte durchführen können. Indem sie selbst helfen den Wald zu pflanzen und zu pflegen, erleben sie Naturschutz direkt und unmittelbar. Und eine stillgelegte Deponie dürfte wohl der ideale Ort sein, um die Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt zu verstehen.

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2 Kommentare

  1. Defender / 24.06.2013 11:43:41 Uhr

    Super Sache. Wie wird das Schulprojekt finanziert, wird das auf die Bäume umgelegt?

  2. Micha / 24.06.2013 15:19:09 Uhr

    Hallo Defender, wir werden versuchen das nicht auf die Bäume umzulegen. Derzeit haben wir Fördermittel beantragt, damit wir den Kids zeigen können, was mit unserem Müll so passiert und wieviel Müll das vor allem ist. Wir brauchen auf jeden Fall Geld für das Personal und ein wenig auch für Anschauungsmaterial. Das wollen wir über Fördermittel abdecken. Bäume werden nach wie vor über die Plattform finanziert.

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