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26.05.2013 - von Christian Lingnau

Schlechtes Klima zwischen Umweltbundesamt und Die Welt

Das Umweltbundesamt (UBA) stellt die Kompetenz klimaskeptischer Autoren und Wissenschaftler öffentlich in Frage. Journalisten der Zeitung Die Welt sprechen von Rufmord und erwägen rechtliche Schritte.
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Bild: Und sie erwärmt sich doch. Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?, Umweltbundesamt 2013.

„Und sie erwärmt sich doch. Was steckt hinter der Debatte um den Klimawandel?“ lautet die umstrittene Broschüre der Behörde. Darin schreibt das UBA, dass in der Klimawissenschaft ein Konsens über die anthropogene Klimaerwärmung bestehe. Teile der US-amerikanischen Industrie würden Zweifel und Falschinformationen verbreiten, um die Öffentlichkeit zu täuschen. „Klimaskeptische“ Thesen kämen häufig von Autoren ohne Fachwissen auf dem Gebiet der Klimaforschung.

Der eigentliche Stein des Anstoßes aber ist deren namentliche Erwähnung. Genannt werden unter anderem der ZDF-Korrespondent Günter Ederer und Fritz Vahrenholt, ehemaliger Hamburger Umweltsenator und Aufsichtsrat der RWE Innogy GmbH. Als „Betroffener“ wehrt er sich in einem offenen Brief in der Welt gegen die „Diffamierung“ seiner Person. Dass der Brief in „Die Welt“ erscheint, ist wenig verwunderlich – schließlich gehören mit Dirk Maxeiner und Michael Miersch gleich zwei Journalisten der Zeitung zu den namentlich Erwähnten.

Seit Tagen schießt das Axel Springer-Blatt zurück. Maxeiner und Miersch zweifeln ihrerseits an der Kompetenz der Verantwortlichen im Umweltbundesamt. Henryk M. Broder fragt: „Sind wir auf dem Weg in eine zweite DDR, in der die Regierung auch für den Wetterbericht von heute und das Klima von übermorgen zuständig ist?“ Nach Informationen des ZDF könnte der Streit ein juristisches Nachspiel haben.

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2 Kommentare

  1. Thorzton / 26.05.2013 17:43:36 Uhr

    Ich glaub nicht an den Nonsens Klimawandel, pflanze aber dennoch gerne Bäume.

  2. NEMORIVAGUS / 11.06.2013 16:55:36 Uhr

    Da nahezu jeder Wissenschaftler, der sich bislang sachlich mit der Thematik auseinander gesetzt hat, zu dem Ergebnis kam, dass es einen vom Menschen verursachten Wandel des Klimas gibt, bin auch ich davon überzeugt. Aber egal was man denkt, Bäume zu pflanzen ist tatsächlich immer eine gute Sache!

    „Die Wissenschaftler werteten nun mehr als 4000 wissenschaftliche Berichte von mehr als 10.000 Kollegen aus den Jahren zwischen 1991 und 2011 aus. Nach der Auswertung […] zu dem Thema aus einem Zeitraum von 20 Jahren kamen Wissenschaftler aus den USA, Australien und Kanada zu dem Ergebnis, dass die überwältigende Mehrheit von knapp über 97 Prozent darin übereinstimmt, als Verursacher der Klimaerwärmung den Menschen anzusehen.“ Die Welt, 16.05.2013

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