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23.01.2013 - von Knallerbse

Ich packe meinen Koffer und nehme mit...

In zahlreichen Bundesländern stehen die Winterferien vor der Tür und für viele führt der Weg in die Alpen. Dass Wintersport ein Klimakiller ist, ist dabei unbestritten, doch gibt es Alternativen?
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© IMG_2870 von wissperwind [ CC BY-NC-SA 2.0 ]

Ausrüstung: Viele Sportartikelhersteller haben den Bedarf an ökologischen korrekten Erzeugnissen erkannt und werben mit den entsprechenden Produkten um die Gunst des verantwortungsbewussten Käufers. So gibt es mittlerweile Skijacken und –hosen, welche aus 100 Prozent recyceltem Polyester, biologisch angebauter Baumwolle und chlorfreier Merinowolle aus artgerechter Schafzucht hergestellt werden. Auch Ski aus nachwachsenden Rohstoffen und Stöcke aus wiederverwendetem Aluminium und regranuliertem Plastik gehören zum Sortiment.

Anreise: Bedenkt man, dass ca. 75 Prozent der CO2-Belastung in den Alpen durch An- und Abreise der Touristen mit ihrem Pkw entstehen, erscheint es umso wichtiger, sich über die Wahl des Fortbewegungsmittels vor Reiseantritt Gedanken zu machen. Eine umweltschonende Alternative zur Anreise mit dem Pkw ist die Nutzung der Bahn. Das spart nicht nur CO2, sondern auch Nerven, wenn man sich nicht wie viele andere den Weg gen Süden in kilometerlangen Blechlawinen bahnen muss. Vor Ort gibt es in vielen Skigebieten Möglichkeiten, sich ohne Auto zu bewegen. Sollte man sich dennoch für das Auto entscheiden, wären sowohl Verhältnis von Aufenthaltsdauer und Fahrzeit als auch die Nutzung einer zusätzlichen Dachbox, welche den Spritverbrauch zusätzlich erhöht, abzuwägen.

Unterkunft: Auch die alpine Tourismusbranche hat verstanden, dass die von ihr genutzte Natur ihr wichtigstes Gut ist. Deswegen werden immer mehr Hotels und Pensionen unter energieeffizienten Aspekten errichten bzw. saniert. Bei der Wahl der passenden Unterkunft kann man sich z.B. an dem Öko-Label „Blaue Schwalbe“ orientieren, welches ökologisch ausgerichtete Unterkünfte zertifiziert.

Skigebiet: Mit dem Skitourismus gehen teilweise irreversible Veränderungen der alpinen Landschaften einher. Der Klimawandel führt zum einen zur wirtschaftlichen Aufgabe tieferlegener Areale und zwingt die Skigebiete auf der anderen Seite zur Neuerschließung höher gelegener Bereiche. Mit Nutzung der Skipisten nimmt man als Tourist diese Erschließungsspirale billigend in Kauf. Auch wenn die negativen Nutzungsfolgen nicht von der Hand zu weisen sind, gibt es Skigebiete, die durch entsprechende Maßnahmen versuchen, diese Auswirkungen zu begrenzen oder durch Einsatz neuer Technologien Alternativen zu schaffen. So wurde bereits im Dezember 2011 im Schweizer Kanton Graubünden der weltweit erste Skilift eröffnet, welcher durch Solarenergie betrieben wird.

Wintersport ist und bleibt ein Klimakiller. Wer ihn betreibt, kann nicht gleichzeitig die Umwelt schützen. Umfragen haben jedoch gezeigt, dass wintersportbegeisterten Touristen neben Erholung vor allem ein intaktes Ökosystem am Herzen liegt. Durch die Wahl der entsprechenden Ausrüstung, eines umweltfreundlichen Transportmittels und die bewusste Entscheidung für eine energieeffiziente Unterkunft lassen sich die Schäden verringern, die der Natur durch den Wintersport zugefügt werden.

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