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23.11.2012 - von Knallerbse

Was sind schon zwei Grad Unterschied?

Vor einigen Jahren einigten sich die Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention der UN, die globale Erderwärmung auf weniger als zwei Grad zu begrenzen. Doch wie realistisch ist dieses Ziel angesichts steigender Treibhausgas-Emissionen überhaupt?
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© #431 Global warming get warmer houses, sweet von Mikael Miettinen [ CC BY 2.0 ]
Am 26. November beginnt in Doha/Qatar der 18. Weltklimagipfel, auf dem ein weltweites Klimaabkommen erneut verhandelt werden soll. Schwerpunkte sind nach wie vor Reduktionsvorgaben bei den Treibhausgasen, Finanzzusagen für ärmere Länder und eine rechtliche Verbindlichkeit des Abkommens. Mit Blick auf die gescheiterte Klimakonferenz in Kopenhagen (2009) und Konferenzen in Cancún (2010) und Durban (2011), die ebenfalls keine entscheidenden Ergebnisse hervorgebracht haben, sind die Erwartungen jedoch eher gering.

Dreh- und Angelpunkt des Klimagipfels ist nach wie vor das offizielle 2-Grad-Ziel, welches im Winter 2010 von den Mitgliedern der Vereinten Nationen beschlossen wurde. Nach einem aktuellen Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP scheint dieses Ziel jedoch in unerreichbare Ferne zu rücken. Die Kluft zwischen den geplanten und den tatsächlichen Emissionen, welche seit 2000 anstatt zu sinken um 20 Prozent gestiegen sind, wird immer größer, attestieren insgesamt 55 Klimaforscher aus 22 Ländern im Bericht „Emission Gap 2012“. Noch dramatischer erscheint die Situation laut einer Studie der Weltbank, die gar ein Ansteigen der globalen Durchschnitttemperatur bis zum Ende des Jahrhunderts um vier Grad zum Ergebnis hat.

Doch was bedeuten eigentlich zwei Grad Unterschied und ist eine weitere Erderwärmung tatsächlich nicht mehr aufzuhalten? Das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) teilte mit, eine um vier Grad wärmere Welt berge Risiken außerhalb der Erfahrungen unserer Zivilisation. Um den Trend aufhalten zu können, sind aggressive Maßnahmen notwendig, das haben eine Vielzahl wissenschaftlicher Veröffentlichungen gezeigt. Bleibt also abzuwarten, ob sich der Klimagipfel in die Schlange der Treffen ohne besonders nennenswerte Ergebnisse einreihen wird oder vielleicht doch neue Impulse liefern kann.

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