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10.10.2012 - von Knallerbse

Nicht nur eine Frage des Geschmacks

Wasser ist der Durstlöscher Nr. 1 in Deutschland. An der Frage, ob aus dem Hahn oder der Flasche, scheiden sich jedoch die Geister.

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Wasserhahn von bioflash1 [ CC BY 2.0 ]
Wer kennt es nicht: Freitag kurz nach Feierabend noch schnell den Wochenendeinkauf erledigen. Kaum hat man die 50m lange Warteschlange an der Kasse bewältigt, wartet das nächste einschneidende Erlebnis: 1,5 Liter Mineralwasser im praktischen 6er Pack mit ergonomischem Tragehenkel. Bei durchschnittlich 130 Litern jährlichem Pro-Kopf-Verbrauch nimmt man natürlich zwei Packungen und mobilisiert für den Transport die letzten körperlichen Reserven. Das wäre auch weitaus leichter gegangen, mag sich nun der eine oder andere denken, greift zum Wasserhahn und genießt ein Glas frisches Leitungswasser.

Warum also dann diese elendige Schlepperei?

Wegen der dringend benötigten Mineralstoffe, ertönt eine Stimme aus dem Off. Nun ist es allerdings so, dass der Bedarf an z.B. Calcium und Natrium in europäischen Ländern über die Nahrungsaufnahme gedeckt wird. Stiftung Warentest hat im vergangenen Sommer 29 stille Mineralwasser untersucht. Fast zwei Drittel der getesteten Produkte enthielten nur wenige Mineralstoffe, teilweise sogar viel weniger als Leitungswasser.

Aber Leitungswasser ist doch ungesund!

Inhaltlich gesehen ist das, was da aus deutschen Wasserhähnen sprudelt, unbedenklich und zählt im weltweiten Vergleich zum saubersten Trinkwasser, beruhigt die uns bekannte Stimme aus dem Off. Doch können auch scharfe Kontrollrichtlinien nichts gegen zum Teil veraltete Wasserrohre ausrichten, die dazu führen, dass Leitungswasser unter Umständen trotzdem schädliche Stoffe enthält.

Wie denn nun?

Fakt ist, dass Leitungswasser in Deutschland zu den am strengsten kontrollierten Lebensmitteln zählt. Wer also zum Hahn greift, schont nicht nur Rücken und Geldbörse, sondert leistet gleichzeitig einen enormen Beitrag zur Müllervermeidung. Denn nach wie vor wird Wasser hauptsächlich in PET-Flaschen gekauft. Diese sind zwar offiziell wiederverwertbar, landen aber, nachdem aus ihnen im Recyclingprozess minderwertigere Produkte entstanden sind, auf stetig wachsenden Müllbergen.

 

Für alle, die jetzt immer noch unentschlossen sind: Ein Filmchen. Ein guter dazu.

http://www.storyofstuff.org/movies-all/story-of-bottled-water/

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