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Jul 30, 2012 - by Christian Lingnau

Klimacamps gegen Kohlekraftwerke

Der August steht ganz im Zeichen des Protests. Umweltschützer wollen erstmals an allen drei deutschen Braunkohletagebauen mit „Klimacamps“ gegen Kohlekraft demonstrieren.
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Foto: Garzweiler von Fozzman [ CC BY-NC-ND 2.0 ]

In einer gemeinsamen Presseerklärung haben Umweltaktivisten aus dem Rheinland, der Lausitz und Sachsen-Anhalt ihren Widerstand gegen die Braunkohleförderung angekündigt. Auf dem Programm der sogenannten Klimacamps stehen Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Kulturelles. Die Zeltlager werden bewusst nahe der Abbaugebiete errichtet, damit die Teilnehmer die Folgen der Kohleförderung mit eigenen Augen sehen können.

Die Organisatoren wollen mit ihren Aktionen gegen die Marktmacht der großen Energiekonzerne demonstrieren. Stattdessen fordern sie den Ausbau dezentraler Strukturen und erneuerbarer Energien. Patrick Stötzel von der Kampagne ausgeCO2hlt deutet an, dass auch ziviler Ungehorsam zum Widerstand gehören kann. „Denn wenn wir jetzt nicht handeln, dann wird im Rheinland noch mindestens bis 2045 Braunkohle abgebaut und verfeuert. Um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten, ist es dann zu spät.“ Im Rheinland in der Lausitz erwarten die Veranstalter jeweils rund 300 Teilnehmer, in Hohenmölsen bei Leipzig werden nur 20 bis 30 erwartet.

Die Energiegewinnung aus Braunkohle gilt als besonders umweltschädlich. Nicht nur weil bei der Verbrennung große Mengen CO2 freigesetzt werden, sondern für den Abbau der Kohle ganze Landstriche in Mondlandschaften verwandelt werden. Der Anteil der Braunkohle am deutschen Energiemix liegt bei rund elf Prozent.

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