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22.06.2012 - von Christian Lingnau

Rio+20: Gipfel ohne Höhepunkt

Mit der Unterzeichnung der Deklaration „Die Zukunft, die wir wollen“ geht heute der große UN-Umweltgipfel in Rio De Janeiro zu Ende. Umweltverbände zeigen sich enttäuscht.
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Foto: United Nations von Ashitakka [ CC BY-NC 2.0 ]

Bereits im Vorfeld war kontrovers über die Abschlusserklärung gestritten worden. Nun sehen die Kritiker ihre Befürchtungen bestätigt. WWF, Greenpeace und Oxfam kritisieren an dem Papier vor allem das Fehlen klarer Ziele und verbindlicher Fristen. Die Länder der Welt gäben jedes Jahr über 600 Milliarden Dollar Subventionen für fossile Energieträger aus - in Rio sei jedoch kein Geld da für nachhaltige Entwicklung. „Das ist eine neue Definition von Heuchelei“, so der politische Direktor von Greenpeace, Daniel Mittler.

Kritik kommt auch aus den Reihen der Opposition. Für den umweltpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Matthias Miersch, ist das Dokument der Konferenz wertlos. Der kleinste gemeinsame Nenner sei einfach zu wenig. Auch die anwesenden deutschen Minister (Umweltminister Peter Altmaier und Entwicklungsminister Dirk Niebel) zeigten demnach zu wenig Engagement für ein progressives Dokument.

EU-Umweltkommissar Janez Potocnik hätte sich laut eigenem Bekunden ebenfalls ein eindeutiges Statement gegen die Milliarden-Subventionen für fossile Brennstoffe gewünscht. Allein die Zustimmung zum Konzept der „Green Economy“ bewertet er allerdings schon als Erfolg. Dies sei im Westen vor kurzer Zeit noch kaum vorstellbar gewesen.

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