May 24, 2012 - by Christian
Knappe Kassen gefährden Kommunalwald
Foto: Langholz von Wolfgang Staudt [ CC BY 2.0 ]
Der Kommunalwald ist Rohstofflieferant, Ort der Erholung und wichtig für den Klima- und Naturschutz. Doch laut NABU haben unter dem Geldmangel von Städten und Gemeinden zunehmend auch deren Wälder zu leiden. „Wie es unseren Kommunalwäldern ergeht, hängt nicht nur entscheidend vom Klimawandel und der Energiewende ab, sondern auch von der künftigen Haushaltslage der Kommunen“, erklärte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
In acht Thesen fordern DStGB und NABU mehr Sicherheit für den Wald. Kritisch sehen die Autoren, dass einige Kommunen darüber nachdenken, ihren Wald zwecks Haushaltssanierung zu verkaufen. Denn „damit würden die Perspektiven und die Gestaltungsspielräume, die mit dem eigenen Waldbesitz verbunden sind, für zukünftige Generationen eingeschränkt.“
Um dem entgegen zu wirken, soll die EU die Umsetzung von Natura 2000 künftig finanziell unterstützen. Ein wirksames Management sei „ganz entscheidend, um die EU-Ziele zum Stopp und zur Umkehrung des Biodiversitätsverlustes bis 2020 zu erreichen.“ Bislang würden allerdings nur private Waldbesitzer für ihr Engagement belohnt.
„Wer den Naturschutz im Wald voranbringen will, darf seine Förderung nicht von der Besitzart abhängig machen. Der Platz auf dem Baum des Bürgermeisters ist teuer. Den Kommunen kostet die Ausweisung von so genannten Flora-Fauna-Habitat-Waldgebieten (FFH) etwa 500 Euro je Jahr und Hektar“, so der Vorsitzende des Gemeinsamen Forstausschusses „Deutscher Kommunalwald“, Winfried Manns.
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