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23.05.2012 - von Christian Lingnau

Grüne Bomben für bunte Städte

Sie bauen Bomben, die nichts zerstören sondern neues schaffen. Guerilla-Gärtner wollen unsere Städte bunter machen.
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Foto: Steunkleur Groen von Sebastiaan ter Burg [ CC BY-SA 2.0 ]

Guerilla klingt nach Revolution, Che Guevara und Untergrund. Ganz so rebellisch sind die Guerilla-Gärtner dann aber doch nicht. Ihre „Waffen“ nämlich sind Samenbomben, ein Gemisch aus Erde, Dünger und: Samen. Gegenüber der normalen Aussaat haben die kleinen Kugeln den Vorteil, dass die Samen nicht vom Wind verweht oder von Vögeln gefressen werden.

Das in Großbritannien entstandene Guerilla Gardening ist in deutschen Metropolen zunehmend populär. Ob Brachfläche, Mittelstreifen oder verwahrloste Grünanlage: Ziele für die grünen Bomben gibt es zu genüge. Inzwischen haben selbst Bioläden die friedliche Munition im Angebot.

Rechtlich bewegen sich die wilden Gärtner jedoch in einer Grauzone. Streng genommen ist die Bepflanzung öffentlicher Flächen nach deutschem Gesetz Sachbeschädigung und kann mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden. Tatsächlich aber drücken Polizei und Behörden in den meisten Fällen ein Auge zu.

Dafür sollten Guerilla-Gärtner allerdings darauf achten, dass ihre Kugeln auch in die Stadtökologie passen. Nicht jede Pflanzensorte passt in die lokale Flora und Insektenwelt. Ähnliches gilt für die Standortwahl: Wildkräuter in gepflegte Tulpenbeete zu streuen dürfte beim Grünflächenamt auf wenig Gegenliebe stoßen.

Weitere Infos zum Thema findet ihr auf der Webseite von Richard Reynolds, dem „Robin Hood der Blumenbeete“ (ZEIT).

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