May 18, 2012 - by Christian
Kleine Lösung für den Steigerwald?
Foto: fall.beeches von Tobias Mandt [ CC BY 2.0 ]
Es kommt Bewegung in den fünf Jahre dauernden Streit um den fränkischen Steigerwald. Die Region Bamberg fordert für ihre UNESCO-Bewerbung zumindest einen Teil des Waldes aus der Nutzung zu nehmen. Nach dem Willen des Bund Naturschutz soll das kleine Naturschutzgebiet mindestens 1.000 Hektar umfassen. Ein effektiver Schutz gilt als Voraussetzung für die Ausweisung der alten Buchenbestände als Weltnaturerbe.
Die bayerische Landesregierung hatte der Einrichtung eines Nationalparks vor einem Jahr eine Absage erteilt mit der Begründung, die einheimische Bevölkerung lehne das Vorhaben mehrheitlich ab. Viele Franken fürchten, dass ein Nationalpark Arbeitsplätze und die Versorgung mit Holz gefährden könnte. Tatsächlich aber würden nur Flächen der Bayerischen Staatsforsten aus der Nutzung genommen - private oder kommunale Wälder könnten weiter bewirtschaftet werden.
Die Strategie der „kleinen Lösung“ könnte durchaus Erfolg haben. Zwar sind die meisten Franken gegen den Nationalpark – in Oberfranken hingegen spricht sich die Mehrheit für das Schutzgebiet aus. Aus diesem Grund haben Bamberg und die Gemeinde Ebrach längst entsprechende Anträge bei der zuständigen Regierung von Oberfranken gestellt. Sollte diese grünes Licht geben und die alten Buchen von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt werden, wäre der Nationalpark Steigerwald wohl nur noch eine Frage der Zeit.
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