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May 14, 2012 - by Christian Lingnau

Enoch zu Guttenberg verlässt BUND

Mit Enoch zu Guttenberg verlässt ein prominentes Gründungsmitglied den Bund Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Der vom Verband unterstützte Ausbau der Windkraft zerstöre heute Landschaften, für deren Erhalt er lange gekämpft habe.
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Foto: Windräder Martinshöhe von Andrea & Stefan [ CC BY 2.0 ]

Es ist kein friedlicher Abschied zwischen zu Guttenberg und dem BUND. In einem emotionalen FAZ-Artikel macht der Dirigent seinem Unmut Luft. Das Auftauchen immer neuer Windräder erinnere ihn an die Invasion der Dreifüße aus dem Film „Krieg der Welten“. Nachdem man die Ebenen Niedersachsens mit 5.500 Windkraftanlagen hemmungslos „verspargelt“ haben, drohe nun den alpinen Regionen Bayerns das gleiche Schicksal.

Der BUND sei für diese Entwicklung mitverantwortlich, indem er den Ausbau der Windenergie aktiv unterstütze. Schlimmer noch, der Umweltverband habe seine Naturschutzinteressen buchstäblich verkauft. Als Beispiele nennt zu Guttenberg Klagen gegen einen Windpark in Nordergründe sowie gegen die Emsvertiefung, welche der BUND gegen hohe Geldzahlungen zurückgezogen hat.

Der Bund Naturschutz (BN), der als BUND-Landesverband Bayern fungiert, hat kein Verständnis für die Attacken von zu Guttenberg. Der BN kämpfe für einen ökologisch verträglichen Ausbau mit Rücksicht auf das Landschaftsbild. „Warum Enoch zu Guttenberg ohne einen einzigen konkreten Beleg ausgerechnet den BN angreift, anstatt die Staatsregierung, die eine landesweite ökologische Windkraftplanung in Bayern bis heute nicht nach vorne bringt, bleibt sein Geheimnis.“

 

Autor: Christian Lingnau

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2 comments

  1. Tree Shepherd / May 19, 2012 6:01:21 PM

    Enoch zu Guttenberg spricht mir größtenteils aus der Seele, aber meinen Austritt aus dem BUND werde ich dennoch nicht erklären, weil ich als Mitglied viel besser mitwirken kann.

    Dennoch möchte ich eines, was er geschrieben hat, sehr unterstreichen: Die Hälfte der Energiewende (mindestens) schaffen wir, indem wir Energie einsparen und nicht einfach die gesamte Kraftwerkskapazität ersetzen.

    Es ist kein Hexenwerk dies zu tun.

  2. Christian Lingnau / May 31, 2012 11:56:17 AM

    @ Tree Shepherd: Sehe ich genauso. Die Japaner haben ihren Stromverbrauch nach dem Reaktorunfall um 20 Prozent reduziert. Das (und mehr) sollte hier doch auch machbar sein.

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