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May 9, 2012 - by Christian Lingnau

Wissenschaftler schauen in die Zukunft

40 Jahre nach der berühmten Studie „Die Grenzen des Wachstums“ hat der Club of Rome seine Zukunftsprognose aktualisiert. Demnach wird die Weltbevölkerung bei 8,1 Milliarden ihren Scheitelpunkt erreichen und die Weltwirtschaft stagnieren.
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Earth from Space von NASA Goddard Photo and Video [ CC BY 2.0 ]

Groß war die Aufregung, als 1972 der erste Bericht des Club of Rome erschien. Darin hatten führende Wissenschaftler Überbevölkerung, Ressourcenverbrauch, irreparable Umweltzerstörungen und schließlich den wirtschaftlichen Kollaps vorausgesagt. Mit der Studie wurde das bis dahin weitgehend unumstrittene Wachstumsdenken erstmals in Frage gestellt. „Die Grenzen des Wachstums“ gilt als Geburtsstunde der Umweltbewegung.

Vier Jahrzehnte später sorgt die Nachfolgestudie für nicht ganz so viel Aufregung. Klimawandel, Umweltzerstörung und Artensterben haben schließlich längst einen Stammplatz in Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Zudem nimmt Jorgen Randers, Hauptautor der Studie, vom schlimmsten ursprünglichen Szenario Abstand: Da die Weltbevölkerung ab 2040 nicht mehr wachsen werde, seien Umweltzerstörung und Ressourcenverbrauch weniger folgenreich als zunächst angenommen. Statt des wirtschaftlichen Kollapses sei eine Phase der Stagnation zu erwarten.

Die größten Probleme sind dem Club of Rome zufolge Klimawandel und soziale Ungleichheit. Der Klimawandel ist demnach kaum noch aufzuhalten. Ab der zweiten Hälfte des Jahrhunderts würden Extremwetterlagen und Überflutungen an Küstengebieten weiter zunehmen. Soziale Ungleichheiten würden durch Klimawandel und wirtschaftliche Stagnation weiter verschärft. In der Folge sei mit erhöhter Arbeitslosigkeit, Armut und sozialen Unruhen zu rechnen. Am Ende des Berichts gibt Randers einen einfachen, aber wertvollen Ratschlag: Konzentrieren Sie sich darauf, Ihr Wohlbefinden zu steigern, nicht das Einkommen.

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