May 7, 2012 - by Christian
Belastete Eier: Die Suche geht weiter
Egg Dimensions von Emuishere Peliculas [ CC BY 2.0 ]
Die Suche nach den Ursachen für die PCB-Belastung von Bio-Eiern in einem niedersächsischen Hof geht weiter. Dabei gehen die Ermittler auch der Frage nach, ob und in welchem Umfang die Eier bereits in den Handel gelangt sind. Wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums in Hannover gestern mitteilte, verfolge man derzeit die Lieferwege an Zwischenhändler und Endabnehmer. Mit ersten Ergebnissen könne Anfang der Woche gerechnet werden.
Die bei einer Kontrolle am 7. April entdeckte Belastung übersteigt den EU-Grenzwert um das Doppelte. Dabei handelt es sich nach Ministeriumsangaben um nicht-dioxinähnliche PCB. Eine unmittelbare Gefahr für den Verbraucher bestehe nicht. Weil der Verkaufsstopp jedoch erst über drei Wochen später angeordnet wurde, könnten belastete Eier schon verkauft und in privaten Kühlschränken lagern. Eier mit dem Erzeugercode 0 – DE-0357911 sollten vernichtet oder an den Handel zurückgegeben werden.
Laut Foodwatch ließen sich derartige Skandale verhindern, indem alle Futtermittelzutaten vorab auf Dioxine hin untersucht werden. Die Verbraucherschutzorganisation fordert Bundesministerin Ilse Aigner auf, entsprechende Sicherheitslücken zu schließen. An der Online-Petition „Gegen Dioxin auf dem Teller – für Pflicht-Tests!“ haben sich bereits über 26.000 Menschen beteiligt.
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