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22.04.2012 - von Christian Lingnau

Gartensaison: Erde statt Torf

Der Frühling ist für Gärtner die Jahreszeit um den Garten auf Vordermann zu bringen. Dabei kommt oft und gerne Torf zum Einsatz, der in ökologisch sensiblen Moorgebieten abgebaut wird. Dabei gibt es für Pflanzen in Haus und Garten eine ganz einfache, umweltschonende Alternative: Erde ohne Torf.
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Foto: Hohes Venn von lucipictor [ CC BY-NC-SA 2.0 ]

Ein Meter Torfschicht benötigt 1.000 Jahre Entstehungszeit. Dennoch werden Moore immer noch in hohem Tempo entwässert, um die Flächen wirtschaftlich nutzen und die wertvolle Ressource abbauen zu können. 97 Prozent aller Moore hierzulande sind so von permanenter Zerstörung betroffen. Klimawandel, Hitze und Trockenheit machen den sensiblen Ökosystem zusätzlich zu schaffen.

Moore spielen eine wichtige Rolle für das Klima. Obwohl sie nur drei Prozent der globalen Landfläche ausmachen, speichern sie insgesamt doppelt so viel CO2 wie alle Wälder der Erde zusammen. Mit ihrer Zerstörung wird der Effekt umgekehrt - aus wertvollen CO2-Senken werden gefährliche CO2-Quellen. Die Wiederherstellung von geschädigten Gebieten ist schwierig, da sich Moore langsam über Tausende Jahre entwickeln.

Der BUND rät daher beim Kauf von Pflanzen und Erde darauf zu achten, dass diese torffrei sind. Besonders bei billigen Zimmerpflanzen befände sich meistens Torf im Topf. Eine Übersicht über torffreie Produkte findet ihr hier. Gegen die Moorzerstörung in Mecklenburg-Vorpommern sammelt die Umweltorganisation aktuell auch Unterschriften: Online-Protest: Gegen Torfabbau!.

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