Apr 4, 2012 - by Christian
Deutsche Industrie senkt CO2-Ausstoß
Foto: Atmosphere von jayRaz [ CC BY-NC-SA 2.0 ]
Im Jahr 2011 haben die 1.640 Unternehmen in Deutschland, die am Emissionshandel teilnehmen, mit 450 Millionen Tonnen CO2 ein Prozent weniger emittiert als im Vorjahr. Damit liegt die Industrie knapp unterhalb der erlaubten Obergrenze von 452,8 Millionen Tonnen. Nach Angaben des UBA konnten insbesondere im Energiesektor Einsparungen erzielt werden.
Angesichts des zuletzt starken Wirtschaftswachstums von rund drei Prozent stimmt diese Entwicklung durchaus hoffnungsvoll. „Zugleich hat der im März 2011 begonnene Atomausstieg offensichtlich keine nachteiligen Wirkungen auf die CO2-Emissionen in Deutschland“, so UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Der Trend belege den Spielraum für eine „mögliche Anpassung des europäischen Klimaziels“.
Denn gleichzeitig wird der Rückgang den Preisverfall der CO2-Zertifikate weiter beschleunigen. Schließlich ist nach Angaben der EU-Kommission der CO2-Ausstoß im vergangenen Jahr auch bei den europäischen Industriebetrieben und Kraftwerken um rund 2,5 Prozent gesunken. Rund fünf Prozent der sogenannten Verschmutzungsrechte sind überhaupt nicht verbraucht worden. So verliert das Emissionshandelssystem zunehmend an Wirkung. Die dänische EU-Ratspräsidentschaft will das Problem daher beim nächsten Umweltministertreffen am 19. April auf die Tagesordnung setzen.
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