Apr 3, 2012 - by Christian
Delfin- und Walsterben im Golf von Mexiko
Oil Slick in the Gulf of Mexico May 17th View [Detail] von NASA Goddard Space Flight Center [ CC BY 2.0 ]
Der Anstieg ist beunruhigend: Wurden vor der Ölkatastrophe 74 tote Meeressäuger registriert, so waren es im vergangenen Jahr bereits 362. Und wie die US-amerikanische Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) nun mitteilte, wurden in den Küstengewässern von Louisiana bis Florida seit Jahresbeginn schon 84 verendete Delfine und Wale gezählt.
Erst kürzlich hatten Wissenschaftler des Haverford College mit Hilfe von Tauchrobotern festgestellt, dass selbst tief liegende Korallen-Kolonien im nördlichen Golf von Mexiko starke Stress-Symptome aufweisen. Teilweise seien sie von einem ölhaltigen Material überzogen, welches wahrscheinlich aus der Bohrung der „Deepwater Horizon“ stamme.
Nach der Explosion der Ölbohrplattform „Deepwater Horizon“ im April 2010 sind Schätzungen zufolge rund 800 Millionen Liter Öl ins Meer ausgelaufen. Durch den massiven Einsatz von Chemikalien konnten zumindest die sichtbaren Folgen begrenzt werden. In einem groß angelegten Forschungsprogramm untersucht die NOAA die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt. Auf ihrer Internetseite dokumentiert sie neue Beobachtungen und Erkenntnisse.
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