Mar 29, 2012 - by Christian
Walfang-Quoten für mehr Schutz?
Foto: Minke Whale Breaching von Martin Cathrae [ CC BY-SA 2.0 ]
Eigentlich dürfen Wale bereits seit 1986 nicht mehr zu kommerziellen Zwecken getötet werden. In Wirklichkeit geht die Jagd auf hoher See unvermindert weiter. In den letzten 20 Jahren hat sich die Zahl der getöteten Meeressäuger auf mittlerweile 2.000 pro Jahr verdoppelt. Während japanische Walfänger vorgeben, ihre Jagd diene „wissenschaftlichen Zwecken“, lehnen Norweger und Isländer das Moratorium der Internationalen Walfangkommission (IWC) schlicht ab.
Die Wissenschaftler Christopher Costello, Leah R. Gerber und Steven Gaines plädieren daher für ein Ende des Verbots und die Einführung von handelbaren Fangquoten. Der Handel mit Verschmutzungsrechten zeige, dass marktwirtschaftliche Mechanismen in einigen Bereichen wirkungsvoller seien als staatliche Verbote. Da auch Tierschutzorganisationen entsprechende Zertifikate kaufen und so aus dem Verkehr ziehen könnten, profitierten davon schließlich auch die Meeressäuger.
Weil die Fangquoten nachhaltig ausgerichtet und sich an den Beständen orientieren sollen, könnte letzteres aber zu einem Problem werden: Je mehr Zertifikate Organisationen wie Sea Shepherd kaufen, desto schneller würden sich die Bestände erholen – mit der Folge, dass in der nächsten Saison die Fangquote nach oben angepasst und der weitere Schutz somit entsprechend teurer würde.
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1 comment
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Tree Shepherd / Mar 31, 2012 12:10:13 PM
Na dann muss man eben gleichzeitig mit den Fangquoten auch fordern, dass diese anders angepasst werden.
Nach nur einer Saison wird sich der Bestand auch nicht merklich erholt haben. So ein Wal wächst doch nicht innerhalb eines Jahres aus, oder?
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