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21.03.2012 - von Christian Lingnau

Naturkatastrophen nehmen zu

Die Zahl der Naturkatastrophen hat dramatisch zugenommen. Die Begrenzung der Erderwärmung auf zwei Grad ist wohl nur noch theoretisch machbar. Zu dieser Einschätzung kommen Experten auf dem gestern eröffneten Extremwetterkongress in Hamburg.
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Foto: Stormfront von Paleontour [ CC BY 2.0 ]

Zum siebten Mal schon tagt der Extremwetterkongress in Hamburg. Inzwischen gilt das Treffen als die europäische Veranstaltung für Wetter- und Klimaforscher. Etwa 1.500 Teilnehmer – Forscher, Studenten und Interessierte – sind dieses Jahr angereist, um sich über Naturkatastrophen und Klimaveränderungen auszutauschen.

Grund zur Freude gibt es indes nicht. So hat sich die Zahl der wetterbedingten Naturkatastrophen in Deutschland seit 1970 von acht auf 44 erhöht. Mit über 11 Milliarden Euro war das Elbehochwasser vor zehn Jahren das bislang teuerste Ereignis dieser Art. Die meisten Todesopfer forderte die Hitzewelle im Sommer 2003: allein hierzulande sind damals etwa 9.000 Menschen gestorben.

Mojib Latif vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung zufolge hat der globale CO2-Ausstoß seit 1990 um 40 Prozent zugenommen. Somit wird es wird immer schwerer, das in der internationalen Klimapolitik anvisierte Zwei-Grad-Ziel noch zu erreichen (bei einer Erhöhung der globalen Durchschnittstemperatur von unter zwei Grad gelten die Folgen als noch beherrschbar). „Es bleibt nur noch ein kleines Zeitfenster von einigen wenigen Jahrzehnten, die Kehrtwende zu schaffen“, so Latif.

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