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Mar 14, 2012 - by Christian Lingnau

Lebensmittel für die Tonne

Im Schnitt schmeißen die Deutschen jährlich 82 Kilogramm Lebensmittel in den Müll. Ursache sind vor allem billige Preise, geringe Wertschätzung und das missverstandene Mindesthaltbarkeitsdatum. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner will nun für einen sorgsameren Umgang mit unserer Nahrung werben.
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Food waste 2 von Nick Saltmarsh [ CC BY 2.0 ]

Einer im Auftrag des Landwirtschafts- und Verbraucherministeriums erstellten Studie der Universität Stuttgart zufolge gehen wir mit unserer Nahrung äußerst verschwenderisch um. 6,7 Tonnen aus privaten Haushalten landen jedes Jahr im Müll. Rechnet man die Abfälle von Industrie und Großverbrauchern hinzu, sind es unterm Strich ganze elf Millionen Tonnen. Welt Online versucht das schwer vorstellbare Ausauß wie folgt zu veranschaulichen: „Die Menge würde 275.000 voll beladene 40-Tonner füllen, die aneinandergereiht eine Länge von 4500 Kilometern ergeben würden – die Strecke von Berlin bis nach Novosibirsk.“

Für Ministerin Ilse Aigner ist das „unerträglich“. Mit der Kampagne „Zu schade für die Tonne“ will sie Verbraucher dazu bewegen, Lebensmittel mehr wertzuschätzen. Zudem sollen demnächst mit Produzenten, Gastronomen, Bauern, Verbraucherschützern und Kirchen mögliche Strategien diskutiert werden.

Dabei wird es vor allem auch um die Rolle des Mindesthaltbarkeitsdatums gehen. Als eine Art Qualitätsgarantie der Hersteller gibt dieses nämlich an, wie lange ein Produkt seinen Geschmack garantiert beibehält – was eben nicht bedeutet, dass es anschließend ungenießbar ist. Bei Ausnahmen wie z.B. Fisch und Fleisch gelten ohnehin andere Kennzeichnungspflichten.

 

Autor: Christian Lingnau

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