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10.03.2012 - von Christian Lingnau

Ein Jahr nach Fukushima

Wie Hiroshima und Tschernobyl ist auch Fukushima zum Synonym für das Versagen der Atomkraft geworden. Deutschland hat daraufhin parteiübergreifend den Ausstieg beschlossen. Und auch das hochindustrialisierte Japan zeigt inzwischen, dass es ohne Kernenergie geht.
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Foto: antiAKW 108 von christophbrammertz [ CC BY-SA 2.0 ]

Als am 11.03.2011 das Atomkraftwerk Daiichi in Fukushima explodierte, geriet die erst wenige Monate zuvor von Union und FDP beschlossene Laufzeitverlängerung ins Wanken. Die Bundesregierung beschloss ein Moratorium und eine Sicherheitsprüfung der 17 deutschen Kraftwerke. Die sieben ältesten wurden sogar sofort vom Netz genommen. Bereits im Juni 2011 wurde der Atomausstieg Deutschlands beschlossen. Demnach soll bis 2022 das letzte Atomkraftwerk vom Netz gehen.

Viel zu spät, meint BUND-Vorsitzender Hubert Weiger: „Der Sofortausstieg aus der hochriskanten Atomenergie ist keine Hexerei. Japan macht das nach Fukushima jetzt vor. Dieses hochindustrialisierte Land hat im letzten Jahr den Stromverbrauch um 18 Prozent gesenkt und inzwischen 52 seiner 54 Atomkraftwerke vom Netz genommen.“ Jedoch seien Bundesregierung und Energiekonzerne gerade in „unschöner Eintracht“ dabei, die Energiewende abzuwürgen

In Japan ist die Zustimmung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie auf ein historisches Tief gesunken. Was kaum verwunderlich ist angesichts der für viele überraschenden Erkenntnis, dass die Lichter auch (fast) ohne die gefährliche Kernenergie nicht ausgehen. Inwieweit Japan und Deutschland die Wende zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung gelingt, wird sich zeigen. Was wir von den Japanern aber schon heute lernen können ist, wie man erfolgreich Strom spart.

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