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Feb 10, 2012 - by Christian Lingnau

Alaska: Staudamm-Pläne in der Kritik

Alaska gehört zu den wenigen noch weitgehend naturbelassenen Landstrichen der Erde. Doch nun gibt es Pläne für einen riesigen Damm, der den mächtigen Susitna River aufstauen soll. Umweltschützer warnen vor dramatischen Folgen für das Ökosystem.
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Susitna River from Train von roger4336 [ CC BY-SA 2.0 ]

Es wäre der achtgrößte Staudamm der Welt. Eine 213 Meter hohe Wand soll den über 500 Kilometer langen Susitna River in Alaska aufstauen. Das 4,5 Milliarden Dollar teure Wasserkraftwerk könnte so eines Tages 600 Megawatt klimaschonenden Strom produzieren. Die endgültige Entscheidung über den Bau soll im Jahr 2017 fallen.

Massive Kritik an dem Vorhaben kommt von Naturschutzverbänden. Sie verweisen auf die ökologischen Folgen, welche bei ähnlichen Bauwerken zu beobachten sind. Beispiel Colorado-River: nach dem Bau mehrerer Staudämme sind die Karpfen-Populationen stark zurück gegangen. Die massive Beeinflussung des Flusslaufes hat dazu geführt, dass die Stauseen tiefer werden und der Fluss oberhalb der Dämme inzwischen fast gar nicht mehr fließt.

Angesichts wachsender Kritik in der amerikanischen Öffentlichkeit hat die Energiebehörde Alaskas eine PR-Agentur damit beauftragt, die Pläne medial zu unterstützen. Laut Rick Leo, Vorsitzender einer lokalen NGO gegen den Damm, versucht die Behörde auf diese Weise das Projekt als beschlossene Sache darzustellen. „It's a lousy project and they're trying to do everything they can to make it look good“, so Leo.

 

Autor: Christian Lingnau

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