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31.01.2012 - von Christian Lingnau

Weniger Geld für Gebäudesanierung

In der energetischen Gebäudesanierung steckt das größte Potenzial für Klimaschutz. Doch die Einnahmen aus dem Emissionshandel sind geringer als erwartet. Die Kürzung trifft das Klima doppelt.
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Foto: Rainbow von hAdamsky [ CC BY-SA 2.0 ]

Effektiver Klimaschutz fängt bei der Dämmung an. Rund 40 Prozent der Endenergie verwenden wir fürs Heizen und die Warmwasseraufbereitung. Die 19 Millionen Gebäude in Deutschland verursachen auf diese Weise ingesamt mehr als 110 Millionen Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr.

Mit dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) sollte die Energieverschwendung insbesondere bei Altbauten verringert werden. Doch von den geplanten Fördermitteln in Höhe von 1,5 Milliarden Euro wird dieses Jahr wohl lediglich die Hälfte ausgezahlt. Im Energie- und Klimafonds, welcher die Programme zur Energiewende finanzieren soll, ist schlicht zu wenig Geld.

Gespeist wird der Fonds aus dem Emissionshandel der EU. Weil allerdings zu viele CO2-Zertifikate ausgegeben wurden, ist der Preis für eine Tonne CO2 inzwischen auf sieben bis acht Euro gefallen. Die Kürzung trifft das Klima somit doppelt: Für die Unternehmen sinkt die Motivation klimaschonend zu arbeiten und nun fehlen auch noch die Mittel für die Gebäudesanierung.

Seit Monaten streiten sich Bundestag und Bundesrat über die Finanzierung eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung von Wärmedämmungen. Dass jetzt das Förderprogramm der KfW schrumpft, ärgert Handwerk und Baubranche zusätzlich. „Die Bundesregierung muss ihre Zusagen für die Bereitstellung der Mittel einhalten“, fordert der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel. Andernfalls sei die Energiewende nicht zu schaffen.

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