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Dec 21, 2011 - by Christian Lingnau

EU-Mitgliedstaaten: Nicht zu viel Energieeffizienz

Den Umweltministern der EU-Mitgliedstaaten geht der Plan zu mehr Ressourceneffizienz von Umweltkommissar Janez Potocnik zu weit. Unternehmerverbände hatten vorab vor zu hohen Investitionskosten gewarnt. Dabei wäre eine energieeffiziente europäische Wirtschaft langfristig wettbewerbsfähiger.
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Foto: Energie AG von außerirdische sind gesund [ CC BY 2.0 ]

„Unsere Wirtschaft ist wettbewerbsfähig und integrativ und bietet einen hohen Lebensstandard bei deutlich geringerer Umweltbelastung. Alle Ressourcen werden nachhaltig bewirtschaftet, von Rohstoffen bis hin zu Energie, Wasser, Luft, Land und Böden.“ Was wie ein ferner Traum klingt, ist eine Passage aus der Energieeffizienz-Roadmap der EU-Kommission.

Nach dem Willen Potocniks sollen zunächst Indikatoren zur produktiveren Nutzung von Ressourcen entwickelt werden. Genannt werden industrielle Rohstoffe wie Metalle und Mineralien. Aber auch der Umgang mit Wasser, Erde und Luft soll künftig nachhaltiger werden. In einem zweiten Schritt sollen dann konkrete Effizienzziele bestimmt werden.

Obwohl der Plan wenig konkret ist, geht er den Mitgliedsländern schon zu weit. Großbritannien und Bulgarien lehnen konkrete Effizienzziele kategorisch ab. Kritische Stimmen kommen auch aus Deutschland und den Niederlanden. Befürchtet wird vor allem eine zu große finanzielle Belastung der heimischen Industrie.

Tatsächlich würden Investitionen in Ressourceneffizienz die globale Wettbewerbsfähigkeit Europas erhöhen. Laut dem energiepolitischen Sprecher der Grünen im Europaparlament, Reinhard Bütikofer, hat sich diese Erkenntnis noch nicht durchgesetzt. „Andere Staaten, wie zum Beispiel Japan mit deren Ziel den Verbrauch von den kritischen Seltenen Erden um bis zu 1/3 zu kürzen, sind uns hier eindeutig voraus. (…) Wenn Europa im gegenwärtigen Technologiewettlauf im Bereich der Rohstoffe nicht abseits geraten möchte, braucht es eine klare Strategie mit Zielen und Maßnahmen“, so Bütikofer.

 

Autor: Christian Lingnau

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