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Dec 16, 2011 - by Christian Lingnau

Gorleben bleibt Kandidat trotz Baustopp

Gestern Abend gab Bundesumweltminister Norbert Röttgen bekannt, dass im Salzstock Gorleben vorerst nicht weitergebaut wird. Laut Fahrplan von Bund und Ländern bleibt der Standort dennoch weiterhin Endlager-Kandidat. Umweltschützer und Bürgerinitiativen reagieren auf die Ankündigung also aus gutem Grund skeptisch.
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Foto: Straßenmusiker von ohallmann [ CC BY 2.0 ]

Das Erkundungsbergwerk Gorleben bleibt auch nach dem letzten Castortransport in den Schlagzeilen. Wie jetzt bekannt wurde, hat Röttgen bereits vor zwei Wochen einen Baustopp im Salzstock Gorleben verfügt. Kritiker hatten der Regierung schon lange vorgeworfen, durch den fortwährenden Ausbau Fakten zu schaffen. Der Baustopp bedeutet allerdings nicht ein Ende der Erkundung. Probebohrungen etwa sowie Untersuchungen der Salzstruktur gehen weiter.

Bund und Länder haben sich nun auf einen sechsstufigen Zeitplan über das weitere Vorgehen geeinigt. Demnach sollen bis Ende 2014 mehrere Standorte ausgewählt und bis Ende 2019 oberirdisch erkundet werden. Gorleben bleibt diesem Fahrplan zufolge ausdrücklich Endlager-Kandidat.

Die Bürgerinitiative ContrAtom bezeichnet den Baustopp als Etappensieg: „Es ist ein kleiner Erfolg, aber auch nicht mehr.“ Den Vorschlag der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Eveline Lemke, Gorleben als Forschungslager zu nutzen, lehnt die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) ab. Falls es um Arbeitsplätze gehe, so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke, „dann gibt es für einige Jahre Arbeit beim Rückbau des Projekts“.

 

Autor: Christian Lingnau

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