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27.11.2011 - von Christian Lingnau

Insel-Paradiese in Gefahr

Der Klimawandel ist für einige Inselstaaten längst zum existenziellen Problem geworden. Neben dem Anstieg des Meeresspiegels haben Malediven, Samoa, Fidschi und Tuvalu auch immer häufiger unter extremen Wetterbedingungen zu leiden. Noch haben die Inselstaaten den Kampf gegen den Klimawandel aber nicht aufgegeben.
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Foto: IMG_0153 von rp72 [ CC BY 2.0 ]

Durch die Klimaerwärmung schmilzt das Eis in den Polarregionen. Der steigende Meeresspiegel bedroht vor allem kleine Inselstaaten, die wegen ihrer weißen Strände und riesigen Palmen beliebte Urlaubsziele sind. Die Ankündigung des Präsidenten der Malediven, er wolle für sein bedrohtes Volk Land in Sri Lanka, Indien oder Australien kaufen, sorgte wohl auch deshalb für viel Aufsehen.

Unabhängig davon, ob das ernst gemeint oder mehr ein Hilferuf war: die meisten der 1196 Malediven-Inseln liegen gerade einmal einen Meter über dem Meeresspiegel. Prognosen zufolge könnte dieser aber im schlimmsten Fall bis zum Jahr 2100 um zwei Meter steigen.

Der Anstieg des Meeresspiegels macht sich heute schon bemerkbar. Weil das Grundwasser zunehmend versalzt, wird auf einigen Inseln des pazifischen Inselstaats Kiribati das Trinkwasser knapp. Darunter haben vor allem die Bauern zu leiden, weil Landwirtschaft so kaum noch möglich ist. Tuvalu im Stillen Ozean hat mit ganz ähnlichen Problemen zu kämpfen.

Für ihren Überlebenskampf haben sich 39 Inselstaaten zur Association of Small Island States (AOSIS) zusammengeschlossen. Ob es auf der anstehenden Weltklimakonferenz zu einer verbindlichen Begrenzung der CO2-Emissionen kommt, ist indes völlig offen. Zu wünschen wäre es den acht Millionen Pazifik-Bewohnern. Denn obwohl die 39 AOSIS-Staaten nur für 0,5 Prozent aller Emissionen verantwortlich sind, spüren sie die Auswirkungen als Erste.

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