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28.10.2011 - von Christian Lingnau

Japan und seine gefährlichen Hotspots

Das zerstörte Atomkraftwerk im japanischen Fukushima stellt zwar keine unmittelbare Gefahr mehr dar. Doch jetzt machen die sogenannten Hotspots den Menschen Angst. Das sind Stellen, an denen die Strahlenwerte höher sind als drumherum. Eine Erklärung für das Phänomen gibt es bislang nicht.
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Foto: Pfütze von onnola

Die offiziellen Messungen der Behörden sorgen kaum für Entspannung. Schließlich berichten die Medien immer wieder von neuen Hotspots, die teilweise mehrere Hundert Kilometer von Fukushima entfernt liegen. Bisher können die Experten nicht mit Sicherheit sagen, warum an bestimmten Punkten erhöhte Radioaktivität gemessen wird.

Die Ursache könnte verstrahltes Regenwasser sein, welches sich bspw. durch ein Leck einer Dachrinne an einer Stelle konzentrierte, Pfützen bildete und so durch Verdampfung immer mehr Cäsium abgelagerte. So ließe sich auch erklären, warum nach der Atomkatastrophe gleich in mehreren Kläranlagen radioaktiver Schlamm gefunden wurde. Dass der kontaminierte Klärschlamm und Asche für das Füllen von provisorischen Stauräumen verwendet wird, ist auch in Japan nicht unumstritten.

In Tokio wird die Bevölkerung nun sogar aufgerufen, sich an der Suche nach Hotspots zu beteiligen. Wer mit seinem Messegerät einen findet, kann diesen bei einer eigens eingerichteten Hotline des Wissenschaftsministeriums melden. Anschließend wird die Stelle von Spezialisten untersucht und gegebenenfalls dekontaminiert.

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