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25.10.2011 - von Christian Lingnau

Hitzewelle 2010 war Folge des Klimawandels

Einem Bericht deutscher Klimaforscher zufolge ist die russische Hitzewelle im letzten Jahr doch direkt auf den Klimawandel zurückzuführen. Damit widersprechen die Wissenschaftler ihren amerikanischen Kollegen, die von einer natürlichen Temperaturschwankung ausgegangen sind. Dass somit der Mensch für diese Entwicklung verantwortlich ist, ist für den Hauptautoren der Studie offensichtlich.
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Hot Sun von jetsandzeppelins

Für die wochenlang anhaltenden Temperaturrekorde in der Region Moskau ist zu 80 Prozent der Klimawandel verantwortlich, schreiben deutsche Klimaforscher im Fachmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences". Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und seine Kollegen haben untersucht, wie die kurzfristigen Wetterextreme und der weltweite Anstieg der Mitteltemperatur zusammenhängen. Die Forscher können nun anhand einer statistischen Formel die Häufigkeit von Wetterrekorden, die durch die globale Erwärmung hervorgerufen werden, berechnen.

Im Sommer 2010 stiegen die Temperaturen im Großraum Moskau erstmals auf über 40 Grad Celsius. Mehrere Wochen lang sorgte ein Hochdruckgebiet für extrem heißes und trockenes Wetter. Mehrere Tausend Menschen starben an Überhitzung und in den folgenden Wald- und Torfbränden. Die Landwirtschaft hatte mit hohen Ernteausfällen zu kämpfen.

Im Unterschied zu US-Wissenschaftlern wie Randall Dole berücksichtigte das Team um Rahmstorf auch regionale Entwicklungen. So seien die Sommertemperaturen in Russland in den vergangenen 30 Jahren um zwei Grad gestiegen – im weltweiten Mittel hingegen nur um 0,5 Grad. Diese regionale Besonderheit habe die Wahrscheinlichkeit eines Wetterextrems um 50 Prozent erhöht. Den Autoren des Artikels zufolge hätte der russische Hitzesommer daher sogar vorhersehbar sein können.

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