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04.10.2011 - von Christian Lingnau

Neues Ozonloch beunruhigt Wissenschaftler

Das im Frühjahr entdeckte Ozonloch über dem Nordpol hat auch hierzulande zu einer erhöhten UV-Strahlung geführt. In einem nun veröffentlichten Aufsatz erklären Wissenschaftler Ursachen und Risiken des Phänomens. Besonders beunruhigend dabei ist, dass sich dieses Ereignis wahrscheinlich wiederholen wird.
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Hot Sun von jetsandzeppelins

Vor wenigen Monaten entdeckten Wissenschaftler erstmals ein Ozonloch über der Arktis. Die Ozonvernichtung hat hier somit ein vergleichbares Ausmaß angenommen wie in der Südpolregion. Beim Menschen erhöht das ultraviolette Licht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

In einem Artikel im Fachjournal „Nature“ schreiben die Autoren, das Ozonloch mit der fünffachen Fläche der Bundesrepublik sei binnen zwei Wochen über Osteuropa, Russland und die Mongolei hinweggezogen. Weil das Ozonloch dabei auch Deutschland gestreift hat, waren auch hierzulande Menschen erhöhter UV-Strahlung ausgesetzt. Ende März ist demnach Norddeutschland betroffen gewesen, an einem Wochenende Anfang April Süddeutschland.

Für die Auflösung der Ozonschicht werden vor allem Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) verantwortlich gemacht. Zudem führten zuletzt extrem niedrige Temperaturen von unter -80 Grad dazu, dass sich auch oberhalb der Arktis sogenannte polare Stratosphärenwolken bildeten. Diese waren der Nährboden für verschiedene chemische Prozesse, in deren Folge die Ozonschicht rapide zersetzt wurde.

Warum sich die Arktis in Folge des Klimawandels erwärmt, während sich die höheren Luftmassen abkühlen, ist unklar. FCKW-Verbot hin oder her: Dass der Ozonschwund weiter zunehmen wird, ist aus Sicht der Forscher hingegen sehr wahrscheinlich.

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