Oct 1, 2011 - by Christian
Windstrom im Erdgasnetz speichern?
Foto: Windräder Martinshöhe von Andrea & Stefan [ CC BY 2.0 ]
Viel Wind bedeutet eigentlich viel Strom. Doch weil die Infrastruktur mit dem Bau immer neuer Windräder nicht Schritt hält und Speicherkapazitäten fehlen, gingen nach Angaben der Bundesnetzagentur allein im vergangenen Jahr 127 Gigawattstunden Windstrom verloren. Das entspricht dem Stromverbrauch einer ganzen Kleinstadt und einem volkswirtschaftlichen Verlust von rund 30 Millionen Euro.
Die staatlich geförderte Wärmedämmung ist zwar gut für Klima und Verbraucher, hat aber die Gewinne der großen Versorger geschmälert. Vor allem die Gasbranche setzt daher auf das „Power to Gas“ genannte Verfahren. Dabei wird Strom aus Wind und Sonne in Methan umgewandelt, also in künstlich hergestelltes Erdgas. Dieses kann anschließend gespeichert und später in Gaskraftwerken wieder zu Strom verarbeitet oder zum Heizen genutzt werden. Im Gegensatz zum Stromnetz verfügt das Pipelinesystem über ausreichende Kapazitäten, so dass auf den umstrittenen Ausbau der Starkstromleitungen verzichtet werden könnte.
Greenpeace Energy hat mit „proWindgas“ bereits einen entsprechenden Tarif im Angebot. Zunächst werden die Kunden konventionellem Erdgas beliefert. Von 2012 an soll dann immer mehr Windgas beigemischt werden. „Windgas ist entscheidend für das Gelingen der Energiewende in Deutschland“, so Marketingleiterin Astrid Kleinkönig. „Die Technik ermöglicht, dass wir uns in Zukunft vollständig aus Erneuerbaren Energien versorgen.“
Autor: Christian
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