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Sep 17, 2011 - by Christian
Piping guan von Geoff Gallice
Sep 17, 2011 - by Christian
Yasuní-Projekt: Deutschland will nicht zahlen
Das Yasuní-Projekt soll verhindern, dass in Ecuador für Ölförderung Regenwald zerstört wird. Dafür sollen reiche Länder das Land entschädigen. Deutschland will jedoch nicht zahlen.
Piping guan von Geoff Gallice
Für ihre Kritiker ist es Erpressung, für Anhänger der Idee effektiver Klimaschutz: Die Regierung von Ecuador hat angeboten, mindestens zehn Jahre lang auf die Ölförderung im Yasuní-Regenwald zu zu verzichten. Der Nationalpark Yasuní gilt als das Gebiet mit der größten Artenvielfalt überhaupt und umfasst etwa 10.000 Quadratkilometer. Im Gegenzug soll die internationale Gemeinschaft die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen ersetzen. Die Gesamtsumme von etwa 3,6 Milliarden Dollar soll zu diesem Zweck auf ein beim UN-Entwicklungsprogramm UNDP eingerichtetes Treuhandkonto eingezahlt werden.
Obwohl der Treuhandfonds eine deutsche Idee war, ist bislang ist immer noch kein Geld von Deutschland eingezahlt worden. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hatte die deutsche Unterstützung für den Yasuní-Treuhandfonds vor einem Jahr abgesagt. In einem gemeinsamen Brief ermahnen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Ecuadors Präsident Rafael Correa die Kanzlerin daher nachdrücklich: „Wir zählen auf Ihre Zusagen für diese Initiative.“ Dies sei ein Zeichen, dass „Ihr Land sich weiterhin verpflichtet fühlt, internationale Entwicklungsziele zu erreichen, darunter die Millenniumsziele.“
Ecuador ist schon lange von Erdöleinnahmen abhängig. Allerdings wird die Förderreichweite auf nur noch 25 Jahre geschätzt. Der Tourismus spielt beim Übergang in die Zeit nach dem Öl eine immer wichtigere Rolle. Ein durch die Erdölförderung zerstörter Yasuní-Nationalpark würde diese Einnahmequelle versiegen lassen.
Autor: Christian
Obwohl der Treuhandfonds eine deutsche Idee war, ist bislang ist immer noch kein Geld von Deutschland eingezahlt worden. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) hatte die deutsche Unterstützung für den Yasuní-Treuhandfonds vor einem Jahr abgesagt. In einem gemeinsamen Brief ermahnen UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Ecuadors Präsident Rafael Correa die Kanzlerin daher nachdrücklich: „Wir zählen auf Ihre Zusagen für diese Initiative.“ Dies sei ein Zeichen, dass „Ihr Land sich weiterhin verpflichtet fühlt, internationale Entwicklungsziele zu erreichen, darunter die Millenniumsziele.“
Ecuador ist schon lange von Erdöleinnahmen abhängig. Allerdings wird die Förderreichweite auf nur noch 25 Jahre geschätzt. Der Tourismus spielt beim Übergang in die Zeit nach dem Öl eine immer wichtigere Rolle. Ein durch die Erdölförderung zerstörter Yasuní-Nationalpark würde diese Einnahmequelle versiegen lassen.
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