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16.09.2011 - von Christian Lingnau

„Wir können den Klimawandel nicht mehr stoppen“

Der aktuelle Bericht der EU ist eine Zusammenfassung von mehr als 100 Forschungsprojekten. Im Mittelpunkt stehen die Folgen von steigenden Temperaturen und Eisschmelze. Demnach bedroht die globale Erwärmung den Menschen durch Krankheiten, Überflutungen und Arbeitslosigkeit.
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Hot Sun von jetsandzeppelins

Dass der Temperaturanstieg zu einem Anstieg des Meeresspiegels und vermehrten Naturkatastrophen führt, gilt als sicher. Die Wissenschaft ist sicher ferner weitgehend einig, dass auch bestimmte Krankheiten und soziale Folgen wie Arbeitslosigkeit Konsequenzen des Klimawandels sein werden. Dabei konzentrieren sich die Studien jedoch meist nur auf ihren jeweiligen Teilbereich.

Der von der Europäischen Union vorgelegte Bericht sorgt für mehr Überblick. Schließlich enthält das Papier die Ergebnisse aus über 100 europäischen Forschungsprojekten. Demnach verändern sich die Ozeane aktuell in einem bislang ungeahnten Tempo. Bis zum Ende des Jahrhunderts werde sich die Nordsee um 2 Grad, die Ostsee gar um bis zu vier Grad erwärmen. „Wir können den Klimawandel nicht mehr stoppen. Wir haben diesen Pfad längst eingeschlagen,“ heißt es in dem 200 Seiten-Report. Eine Umkehr sei – wenn überhaupt – erst in Jahrzehnten oder Jahrhunderten möglich.

Die Erwärmung des Wassers führt dazu, dass sich bestimmte Bakterienarten schneller verbreiten. So könnten gefährliche Krankheiten wie Cholera in Zukunft auch in der Nordseeregion auftreten. Die Wissenschaftler warnen zudem vor „Gesundheitskosten in Millionenhöhe“, wenn Menschen verseuchte Fische essen. Darüber hinaus ziehen immer mehr Fische weiter Richtung Norden, wo das Wasser noch kälter ist. In der Ostsee droht der Kabeljau auszusterben.

Unter dem steigenden Meeresspiegel werden vor allem küstennahe Regionen zu leiden haben. Bei einem prognostizierten Anstieg von 80 bis 200 Zentimeter werden sogar ganze Staaten in ihrer Existenz bedroht. Gefährdet seien vor allem der Norden Deutschlands und Frankreichs, Dänemark, der Süden Englands und Teile Osteuropas.



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