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Aug 24, 2011 - by Christian Lingnau

Greenpeace entdeckt Gift in Kleidung

In einer von Greenpeace beauftragten Untersuchung wurden in importierten Kleidungsstücken namhafter Hersteller Rückstände giftiger Chemikalien entdeckt. Die sogenannten Nonylphenolethoxylate (NPE) belasten vor allem das Trinkwasser. Eine unmittelbare Gefährdung geht von den betroffenen Klamotten allerdings nicht aus.

Für die Untersuchung „Schmutzige Wäsche 2“ haben unabhängige Labore T-Shirts, Jacken, Hosen, Unterwäsche und Stoffschuhe der 15 führenden Sportbekleidungsmarken aus 18 Ländern geprüft. Greenpeace zufolge sind die giftigen Stoffe in 52 der 78 getesteten Artikel gefunden worden. Vier der beanstandeten Produkte kommen aus deutschen Läden, hergestellt von Converse/Nike, Puma, Kappa und Li Ning.

Obwohl die Rückstände der NPE Träger verunreinigter Kleidungsstücke nicht direkt gefährden, sind die Auswirkungen der Chemikaliengruppe beträchtlich. Das aus NPE entstehende Nonylphenol schädigt Wasserlebewesen und belastet das Trinkwasser. „Die Textilindustrie produziert ein globales Umwelt- und Gesundheitsproblem“, sagt Manfred Santen von Greenpeace. „Nonylphenolhaltige Abwässer belasten das Trinkwasser von Millionen Menschen in Herstellungsländern wie China.“ In der EU ist die Verwendung entsprechender Chemikalien in den meisten Industriezweigen inzwischen verboten.

Die Sportartikelhersteller Nike und Puma haben angekündigt, in Zukunft auf gefährliche Chemikalien zu verzichten. Adidas hat bislang nicht reagiert. Greenpeace sammelt nun Unterschriften, damit das Unternehmen ebenfalls diesen neuen Standard einführt. Zur Protestaktion „Adidas: Schluss mit schmutziger Wäsche“ geht es hier.

 

Autor: Christian Lingnau



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