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Aug 22, 2011 - by Christian Lingnau

Öllecks in der Nordsee offenbar geschlossen

Aus der Leitung der Ölbohrplattform Gannet Alpha tritt nach über einer Woche kein Öl mehr aus. Nachdem über ein zweites Loch weiter Öl ausgeflossen war, hat der Betreiber Shell das entsprechende Ventil schließen müssen. Schottische Politiker fordern bessere Aufklärung über Ölunfälle.

Die aktuelle Ölkatastrophe in der Nordsee ist zwar weniger dramatisch als die im Golf von Mexiko 2010. Doch die Folgen für Umwelt und Mensch sind noch nicht absehbar. Bislang sind 200-300 Tonnen Erdöl in die Nordsee geflossen. Nach Angaben von Shell war der Ölteppich anfangs 26 Quadratkilometer groß, ist inzwischen aber auf 6,7 Quadratkilometer geschrumpft. Zum Vergleich: Nach der Explosion der Plattform Deepwater Horizon sind 660.000 Tonnen Öl ausgelaufen. BP hatte den riesigen Ölteppich mit massiven Chemikalieneinsatz bekämpft. Shell geht davon aus, dass das in der Nordsee nicht nötig sein wird. „Trotzdem ist jeder Liter Öl im Meer ein Liter zu viel. Öl ist ein Giftstoff, der die Meeresumwelt erheblich schädigen kann,“ betont Jörg Feddern von Greenpeace.

Derweil fordern Politiker wie der schottische Umweltminister Richard Lochhead mehr Transparenz bei Ölunfällen. Auch andere Politiker forderten von der Regierung in London eine Untersuchung der Vorfälle. Shell wird vorgeworfen, erst nach mehreren Tagen Behörden und Öffentlichkeit informiert zu haben.

Autor: Christian Lingnau

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