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Jul 11, 2011 - by Christian
Foto: Cloud Factory von NervousEnergy
Jul 11, 2011 - by Christian
Bahn frei für CCS?
Nach Beschluss des Bundestags dürfen Energiekonzerne künftig das Klimagas Kohlenstoffdioxid (CO2) zu Testzwecken unterirdisch lagern. Die Regelung der umstrittenen Carbon Capture and Storage-Technologie (CCS) soll zunächst bis 2017 gelten. Demnach dürfen zwei bis drei Lager maximal je drei Tonnen CO2 im Jahr speichern. Dank einer Ausstiegsklausel liegt die Entscheidung letztlich allerdings bei den Bundesländern, ob sie die Lagerung genehmigen oder nicht.
Foto: Cloud Factory von NervousEnergy
CCS könnte dabei helfen, den ständig zunehmenden CO2-Ausstoß in den Griff zu bekommen. Dabei wird das bei der Kohleverbrennung freigesetzte CO2 abgetrennt und über Pipelines in unterirdische Lager gepresst. Kritiker halten die Technologie jedoch für zu riskant, unausgereift teuer. Als Greenpeace eine Karte mit möglichen Endlagerstätten veröffentlichte, nahm der ohnehin heftige Widerstand lokaler Bürgerinitiativen weiter zu. Umweltverbänden zufolge kann CCS gar zu einer Versauerung des Trinkwassers führen.
Obwohl sich der Bundestag letzten Donnerstag für die weitere Erprobung des Verfahrens ausgesprochen hat, ist der großflächige Einsatz unwahrscheinlich. So werden den Bundesländern in einer Ausstiegsklausel weitgehende Mitspracherechte eingeräumt. Kein Wunder, dass Kraftwerksbetreiber Vattenfall das Gesetz kritisiert. „Wenn das CCS-Gesetz so kommt (…), dann wird Vattenfall über Jahre nicht in der Lage sein, diese Technologie in Deutschland weiter voranzutreiben", sagte Hartmuth Zeiß, Chef der Vattenfall Europe Mining & Generation AG. Für den BUND soll das Gesetz „offensichtlich dem zurzeit in Deutschland einzig verbliebenen CCS-Projekt des Energiekonzerns Vattenfall in Brandenburg den Weg ebnen“. Die Umweltschutzorganisation fordert die Länder auf, im September im Bundesrat gegen das Gesetz zu stimmen.
Autor: Christian
Obwohl sich der Bundestag letzten Donnerstag für die weitere Erprobung des Verfahrens ausgesprochen hat, ist der großflächige Einsatz unwahrscheinlich. So werden den Bundesländern in einer Ausstiegsklausel weitgehende Mitspracherechte eingeräumt. Kein Wunder, dass Kraftwerksbetreiber Vattenfall das Gesetz kritisiert. „Wenn das CCS-Gesetz so kommt (…), dann wird Vattenfall über Jahre nicht in der Lage sein, diese Technologie in Deutschland weiter voranzutreiben", sagte Hartmuth Zeiß, Chef der Vattenfall Europe Mining & Generation AG. Für den BUND soll das Gesetz „offensichtlich dem zurzeit in Deutschland einzig verbliebenen CCS-Projekt des Energiekonzerns Vattenfall in Brandenburg den Weg ebnen“. Die Umweltschutzorganisation fordert die Länder auf, im September im Bundesrat gegen das Gesetz zu stimmen.
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