back


Jul 4, 2011 - by Christian Lingnau

Weltnaturerbe Buchenwald (3): Nationalpark Kellerwald-Edersee

Die jahrelangen Bemühungen haben sich am Ende gelohnt. Auch der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt worden. Doch zum Feiern bleibt kaum Zeit, schließlich müssen sich die Verantwortlichen nun auf den (erhofften) Besucheransturm vorbereiten. Im dritten Teil unserer Reihe Weltnaturerbe Buchenwald geht es ins nördliche Hessen.
image
Foto: Urwald-Feeling von Stadtkatze

Auf die Anspannung folgte Freude und Erleichterung: Nach der Entscheidung des UNESCO-Komitees, den Nationalpark Kellerwald-Edersee gemeinsam mit den Karpaten und vier weiteren deutschen Buchenurwäldern zum Weltnaturerbe zu adeln, haben die Nationalparkmitarbeiter erst einmal gefeiert. „Wir sind sehr stolz, zur weltweiten Familie von herausragenden Schutzgebieten zu zählen!“, sagte Nationalparkleiter Manfred Bauer nach der Ernennung. Sein Kollege Achim Frede, maßgeblich verantwortlich für das Welterbe-Projekt, erklärt die Besonderheit des Areals: „Der Kellerwald verkörpert (...) ein herausragendes Beispiel für den Buchenwald der Mittelgebirge auf bodensauren Standorten. Seine Unzerschnittenheit, Naturnähe und Reife, die kleinen Urwaldinseln, knorrigen Felsbuchen und klaren Quellbäche machen ihn so einzigartig.“

Charakteristisch für den 57 Quadratkilometer großen Nationalpark Kellerwald-Edersee ist der sogenannte Hainsimsen-Buchenwald. Die in Mitteleuropa stark gefährdete Pfingst-Nelke ist hier ebenfalls beheimatet. Daneben ist das Schutzgebiet Lebensraum für zahlreiche heimische Tiere wie Rothirsch, Reh, Dachs, Marder, Hermelin, Iltis, Wiesel, Siebenschläfer, Wildkatze und Wachbär. Aufmerksame Besucher können hier auch auf seltene Fledermausarten, Uhus, Spechte und Eulen treffen.

Seit der Ernennung zum Weltnaturerbe hat sich die Zahl der Zugriffe auf die Internetseite des Nationalparks verdoppelt. Das Interesse ist zwar groß, doch die Region auf den möglichen Besucheransturm noch nicht vorbereitet. „Wir müssen die Leute in die Region bringen. Noch ist der Öffentliche Personen-Nahverkehr das große Manko,“ so Sprecherin Jutta Seuring. Sie sei jedoch optimistisch, das sich das demnächst ändern werde.

Autor: Christian Lingnau

related articles:

Your comment will be deleted irrevocably!

0 comments

You must be logged in to comment.
Feedback ist momentan nur als Mitglied möglich!
Feedback is temporarily only available for members!

Ich habe keinen IPAT-Account und möchte
"I Plant a Tree" über mein
Facebook Profil benutzen.

Mit Facebook anmelden

Ich habe bereits einen IPAT-Account und möchte diesen mit meinem
Facebook Profil verknüpfen.
Hierfür bitte vorher einloggen:

Mit Facebook verknüpfen