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25.06.2011 - von Christian Lingnau

Der WWF in der Kritik

Nach der Ausstrahlung eines kritischen Dokumentarfilms steht die Umweltstiftung WWF in der Kritik. In dem Bericht wird der Organisation unter anderem vorgeworfen, mit Industriekonzernen wie Monsanto zu kooperieren und sich an Umweltzerstörung zu beteiligen. Mit einem „Faktencheck“ und einem eigens eingerichteten Diskussionsforum bemüht sich der WWF um Schadenbegrenzung.
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Für eine spendenfinanzierte Organisation sind Vertrauen und Glaubwürdigkeit existenziell. Doch genau damit hat der WWF jetzt ein Problem. In der Dokumentation „Pakt mit dem Panda - was uns der WWF verschweigt“ zeigt der Filmemacher Wilfried Huismann zwangsumgesiedelte Naturvölker, für Palmenplantagen und Soja-Monokulturen gerodete Urwälder und von Touristen verstörte Tiger. Und all das geschieht demnach unter zumindest indirekter Beteiligung des WWF.

Dass es Absprachen zwischen dem WWF und multinationalen Konzernen gibt, streitet die Umweltschutzorganisation auch gar nicht ab. So erklärte WWF-Vorstand Eberhard Brandes gegenüber Spiegel Online: „Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass wir es ohne eine Beteiligung der Unternehmen nicht schaffen werden“. Das Problem dabei aber ist, dass der WWF mit Gentechnik-Konzernen kooperiert, obwohl er die Technologie offiziell ablehnt. Zudem erhält die Organisation neben privaten auch großzügige Spenden von ihren Kooperationspartnern und Unternehmen. Daraus schließt Huismann, dass sich Unternehmen mit zweifelhaften Praktiken den Segen der Umweltschützer erkaufen.

Auf ihrer Internetseite bestreitet die Umweltstiftung die Anschuldigungen. So seien die angesprochenen Zwangsumsiedlungen in den 1970er Jahren durch den Staat und ohne jegliche Beteiligung des WWF erfolgt. Zudem erhalte man kein Geld von Touristen im Rahmen des Tiger-Schutzprogramms. Und schließlich lehne der WWF Deutschland Gentechnik auch weiterhin ab. „Der WWF kooperiert mit keinem Gentechnik-Konzern, auch nicht mit Monsanto.“

Foto: IMG_4748 von Ajay Tallam

Autor: Christian Lingnau

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