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18.06.2011 - von Christian Lingnau

Teilen statt kaufen

Der größte Erfolg der Marketing- und Werbebranche dürfte sein, dass wir Glück für käuflich halten. Doch es geht auch nachhaltig: Wer Dinge tauscht, teilt oder an andere verleiht, spart Geld und schont die Umwelt. Auf der ganzen Welt gibt es inzwischen ganz unterschiedliche „Collaborative Consumption“-Projekte.
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Im Gegensatz zum individuellen Kaufen setzt Collaborative Consumption („Gemeinsamer Konsum“) auf ein System des Tauschens, Leihens und Vermietens. Für Anhänger der Idee hat der Besitz als Statussymbol an Bedeutung verloren. Was zählt ist ein effizienterer Umgang mit unseren Gütern und Ressourcen. Denn viele der teuer gekauften Gegenstände nutzen wir die meiste Zeit überhaupt nicht.

Das Internet mit seinen zahlreichen Kommunikationsformen gibt der alten Idee des Teilens neuen Schwung. Mit den Klamottentauschpartys hat es nun ein weiterer Trend aus den USA nach Deutschland geschafft. Hier kann jeder Klamotten mitbringen, die der Veranstalter schätzt und in Wertmarken umtauscht. Diese kann man anschließend gleich gegen „neue“ Kleidung eintauschen. Infos dazu gibt es unter anderem auf klamottentausch.net.

Ein anderes Beispiel ist die erst wenige Monate alte Plattform frents.com. Hier kann jeder praktisch alles zum Tausch und Verkauf anbieten: DVDs, Kameras, Bücher, Spielzeug etc. Die Produkte sind stets mit dem Ort des Anbieters verknüpft, so dass sich schnell Gleichgesinnte der Region treffen können. Das nicht-kommerzielle Verständnis vieler Collaborative Consumption-Anhänger zeigt sich auch darin, dass viele Produkte sogar kostenlos verliehen werden.

Individualverkehr war gestern. Wer von München nach Hamburg will, sucht sich einfach eine Mitfahrgelegenheit und spart CO2 und Geld. Auch auf kommunaler Ebene gibt es sinnvolle Alternativen zum eigenen Auto. Schließlich werden private PKW im Schnitt nur eine Stunde am Tag genutzt. Auf nachbarschaftsauto.de kann man vor Ort ein Auto leihen oder an andere verleihen. Durch eine spezielle Zusatzversicherung ist der Verleiher im Schadensfall abgesichert.

Foto: Flohmarkt 1782 von Manfred Morgner

Autor: Christian Lingnau

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1 Kommentar

  1. rent'n'roll / 25.11.2011 15:35:42 Uhr

    Seit Juni 2011 bieten wir von rent'n'roll ebenfalls privates Carsharing auf unserer Website www.rent-n-roll.de an. Den Service gibt's in ganz Deutschland und seit kurzer Zeit bieten wir auch eine iPhone-App für unsere Benutzer.

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