zurück


10.05.2011 - von Christian Lingnau

Island erschießt erneut Eisbären

Immer mehr Eisbären kommen unfreiwillig zu Besuch. Die isländischen Behörden lassen die Tiere erschießen. Nicht nur auf der Insel sorgt dieses Vorgehen jetzt für Aufsehen.
image

Vor wenigen Tagen war es wieder soweit. Fischer hatten von ihrem Boot aus einen Eisbären am Strand gesehen und den zuständigen Behörden gemeldet. Nur wenige Stunden später wurde das Tier vom Hubschrauber aus erschossen. Der vierte Abschuss dieser Art wurde damit begründet, dass von den Tieren eine Gefahr für den Menschen ausgehen würde.

Forscher gehen davon aus, dass die Zahl der unerwünschten Besucher aus dem Norden weiter zunehmen wird. Als Folge des Klimawandels werde das Eis zwischen Grönland und Island immer dünner und brüchiger, so dass die Bären auf einzelnen Eisschollen abgetrieben werden. Die Tierschutzinitiative Polar Bear Project fordert daher, dass die Tiere betäubt und in ein abgegrenztes Reservat gebracht werden sollen.

Reykjaviks Bürgermeister Jon Gnarr hatte übrigens im Wahlkampf versprochen, für gestrandete Eisbären einen Zoo einzurichten. „Als Tierfreund finde ich es traurig, dass dies die einzige Lösung ist, die wir den Gästen zu bieten haben“, erklärte er nach der Erschießung. Zwar ist Gnarr inzwischen Bürgermeister der Hauptstadt – für den Zoo fehlt jetzt nur leider das Geld.

Foto: Glacier Cruise East Greenland von Christine Zenino

Autor: Christian Lingnau

Dein Kommentar wird unwiederruflich gelöscht!

0 Kommentare

Du musst eingeloggt sein um Kommentare abzugeben.
Feedback ist momentan nur als Mitglied möglich!
Feedback is temporarily only available for members!

Ich habe keinen IPAT-Account und möchte
"I Plant a Tree" über mein
Facebook Profil benutzen.

Mit Facebook anmelden

Ich habe bereits einen IPAT-Account und möchte diesen mit meinem
Facebook Profil verknüpfen.
Hierfür bitte vorher einloggen:

Mit Facebook verknüpfen