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19.04.2011 - von Christian Lingnau

Dienstwagen sind wahre Spritfresser

Der aktuellen Dienstwagenerhebung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zufolge sind die Dienstfahrzeuge der deutschen Politiker nach wie vor wahre Spritfresser. Kein Bundesminister erfüllt mit seinem Dienstwagen die geltenden EU-Klimagaswerte. Hessens Ministerpräsident und sein Innenminister bilden die Schlusslichter im „Klimakiller-Ranking“.
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Deutsche Spitzenpolitiker betonen zwar häufig die Bedeutung aktiven Klimaschutzes, sind selbst aber häufig mit nicht gerade sparsamen Limousinen unterwegs. Laut der fünften Erhebung der DUH dieser Art liegen die Werte der Dienstwagen aller Bundesminister oberhalb der aktuellen EU-Emissionsgrenze von 140 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Kilometer. Mit 348 bzw. 353 g CO2/km stoßen die Karossen von Volker Bouffier und Boris Rhein fast drei Mal so viel Klimagas aus die der Landesumweltminister von Berlin und Saarland. Komplett ist das Ranking allerdings nicht: Weil der Kieler Ministerpräsident Peter Harry Carstensen keine Auskunft geben wollte, will die Umwelthilfe nun vor Gericht ziehen.

1998 hatten sich die europäischen Automobilhersteller darauf geeinigt, den CO2-Ausstoß der Neuwagen bis 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm je Kilometer zu senken. Weil das Ziel weit verfehlt wurde (und immer noch verfehlt wird), gibt es inzwischen verbindliche Grenzwerte der EU. Nach einem Stufenplan müssen die in Europa zugelassenen Neuwagen bis 2015 insgesamt einen Durchschnittsgrenzwert von 130 g CO2/km erreichen.

Foto: BMW 7er (F01) front 20100515 von M 93

Autor: Christian Lingnau

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