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Mar 8, 2011 - by Christian Lingnau

Klimaschutz im Fußball

Der kleine Bundesligaverein 1. FSV Mainz 05 macht in letzter Zeit vor allem durch seine sportlichen Erfolge auf sich aufmerksam. Doch nicht nur hier gehört die Mannschaft zur Spitze. Denn Mainz ist auch der erste klimaneutrale Verein der Fußballbundesliga.

Mainz 05 kompensiert Emissionen

Der 1. FSV Mainz 05 ist der erste Fußballverein der ersten Bundesliga, der seine Emissionen komplett kompensiert. So werden Stadion, Geschäftsstelle, Fanshop und Catering-Firma mit Ökostrom versorgt. Zudem wurde das Lüftungssystem des Stadions optimiert. Durch das intelligente Energiemanagement werden auf diese Weise dem Öko-Institut zufolge jährlich 250 Tonnen Treibhausgas eingespart. Der übrige CO2-Ausstoß in Höhe von 2.400 Tonnen soll durch Bäume pflanzen in Kanada kompensiert werden.
Ein Grund für das Engagement der Rheinland-Pfälzer dürfte sein, dass mit Entega ein Ökostrom-Anbieter Hauptsponsor ist. Entega versorgt rund 400.000 Verbraucher mit Ökostrom, der hauptsächlich aus Wasserkraft stammt. Seit Juli 2010 beliefert der Stromversorger aus Darmstadt auch den Hamburger SV mit nachhaltig produzierten Strom. Nach Abschluss der energetischen Sanierung des Hamburger Stadions soll die Arena außerdem bis zu 30 Prozent weniger Energie verbrauchen.
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Klimaschutz im Stadion

Überhaupt spielen die Stadien für die Klimabilanz der Fußballvereine eine wichtig Rolle. Und nicht nur der HSV baut um. In Bremen wird auf dem Dach des Weserstadions eine Fotovoltaikanlage installiert, die doppelt so groß sein wird wie das Fußballfeld darunter. Ökostrom vom Stadiondach gibt es bereits in Dortmund, Nürnberg, Kaiserslautern und Freiburg.

Wie in der Herren-Fußballweltmeisterschaft soll auch in der diesjährigen Frauen-WM die Green Goal-Initiative zum Klima- und Umweltschutz beitragen. Das bedeutet, dass in den Stadien hohe Umweltauflagen gelten und dort während der WM regionales Essen und Biokost angeboten wird. OK-Präsidentin Steffi Jones betont: „Für uns als Organisationskomitee spielt der Schutz der Umwelt eine große Rolle. Gerade die Besucher der WM-Spiele können mit ihrem verantwortungsbewussten Verhalten einen wichtigen Beitrag für Klimaschutz leisten.“

Weil bei Großveranstaltungen wie einer Fußballweltmeisterschaft allerdings die vielen anreisenden Besucher das größte Umweltproblem darstellen, ist eine Anreise per Bus oder Bahn dringend zu empfehlen. Mitfahrgelegenheiten zu unterschiedlichen Veranstaltungen gibt es zum Beispiel auf www.greenmobility.de.

Foto: Gleich geht's los von JanSchmidt
Autor: Christian Lingnau

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