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24.08.2010 - von Waldfuchs
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© campus Verlag

Buchtip: Die Mitleidsindustrie - Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen

Nehmen wir einmal an, es ist 1943.
Sie sind Mitarbeiter einer internationalen Hilfsorganisation. Das Telefon klingelt. Es sind die Nazis. Sie dürfen Hilfsgüter in ein Konzentrationslager bringen, aber die Lagerverwaltung darf bestimmen, wie viel davon ans eigene Personal und wie viel an die Gefangenen geht.
Was tun Sie?
Es ist ein jahrhundertealtes Dilemma. Humanitäre Helfer in Kriegs- und Katastrophengebieten möchten menschliches Leid lindern: unparteiisch und neutral, ungeachtet der Person oder der Umstände vor Ort. Doch kann Nothilfe in einem Kriegsgebiet überhaupt neutral sein oder verlängert sie automatisch den Konflikt und damit die Gewalt?

Die Entwicklungsnothilfe steckt voller Widersprüche, Neutralität bleibt meist ein frommer Wunsch. Es ist nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht der Spender, kritisch zu überprüfen, was mit ihren Geldern geschieht.

Von Ruanda bis Afghanistan, vom Sudan bis in den Irak: Humanitäre Katastrophen durch Bürgerkriege oder Naturkatastrophen wie zuletzt auf Haiti erschüttern die Menschen weltweit und lösen eine Welle von Spenden und Hilfsaktionen aus. Doch wie können Helfer in einem vom Bürgerkrieg zersplitterten Staat überhaupt neutral bleiben? Was, wenn die versprochenen Summen nicht fließen? Müsste nicht ihr Erfolg die Entwicklungsnothilfe selbst überflüssig machen – das immerhin fünftgrößte Wirtschaftssystem der Welt?

Die erfahrene Journalistin Linda Polman kennt Krisenherde der letzten vier Jahrzehnte aus eigenem Erleben und weiß, dass humanitäre Hilfe voller Widersprüche steckt: Wie können NGOs neutral bleiben? Was, wenn die versprochenen Gelder nicht fließen? Wo beginnt und wo endet die Verantwortung unserer Hilfsorganisationen?

(Quelle: Pressetext Campus Verlag)

Folgender Beitrag der ZDF Sendung "aspekte" gibt einen schockierenden Einblick:


Beitrag ZDF

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