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May 18, 2010 - by Micha

Bohrinsel-Unglück: derzeitige Tätigkeit: sichtbare Schäden minimieren.

Da die Lecks der Deepwater Horizon immer noch nicht gestoppt werden konnten, arbeitet der BP-Konzern parallel an der Reduzierung der sichtbaren Auswirkungen. -Jan

Leider handelt es sich dabei um Maßnahmen deren Folgen nicht abschätzbar sind.

via wikinews

Ölteppiche in mehreren Schichten unter dem Meeresspiegel

(Quelle: flickr - NWFblogs)

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 18.05.2010 - Der Ölteppich nach der Explosion und dem Untergang der Bohrplattform Deepwater Horizon vor über drei Wochen, welche von Transocean Limited betrieben und von BP geleast wurde, ist nach neuesten Forschungsergebnissen zehnmal größer als angenommen. Die Forscherin Samanta Joye hat einen Ölteppich unter der Wasseroberfläche ausmachen können, der 16 Kilometer lang, 15 Kilometer breit und hunderte Meter dick gewesen sei. Damit ist das Ausmaß der Exxon Valdez-Katastrophe von 1998 gesprengt. Der Konzern muss alle Kosten und Schadenersatzforderungen im Zuge des Ölunfalls tragen, auch jene, welche über die gesetzliche Haftungsgrenze von 75 Millionen US-Dollar hinausgingen. Bereits 400 Millionen Dollar habe der Konzern hierfür schon ausgegeben, hieß es.

Die biologischen Schäden in der empfindlichen Tiefsee seien praktisch nicht mehr aufzuhalten. Inzwischen will auch das Unternehmen verstärkt Öl zersetzende Mittel am Meeresgrund einsetzen. Bisher durfte BP den noch unerforschten Stoff nach den Vorgaben der US-Küstenwache nur an der Wasseroberfläche einsetzen. Dieser wurde von den Behörden inzwischen zertifiziert. Jedoch gebe es keine Studien, wie sich die Lösungsmittel auf das Leben auf dem Meeresgrund auswirke.

Nur einen kleinen Teilerfolg konnte inzwischen bp verbuchen: Es ist den Experten offenbar gelungen, eines der beiden verbleibenden großen Lecks mittels eines mit dem Bohrloch verbundenen Absaugrohrs teilweise zu verchließen bzw. die Abflussrate zu drosseln. Man habe einen Test durchgeführt, ob das System zuverlässig arbeite. Zwar sei dieser Test kurzzeitig unterbrochen worden, weil das Rohr sich gelöst habe. Inzwischen sei die Rohrleitung mit der geborstenen Steigleitung aber wieder stabil verankert.


Dieser Beitrag erschien zuerst auf Wikinews. Die Veröffentlichung auf IPAT erfolgte mit freundlicher Genehmigung vom Projekt Wikinews durch CC-Lizenzen.

noch mehr Informationen auf spiegel-online: Operation Verschleiern und Verschiebe


Schöner Schein dank Chemie: Im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko kommen im großen Stil Dispergatoren zum Einsatz - die im Ernstfall wenig erprobten Flüssigkeiten drücken die Schwaden unter den Meeresspiegel. Das Experiment könnte die Risiken weit in den offenen Atlantik hinaustragen.

Die schmutzige Realität lauert in der Tiefe. Einen Monat nach dem Untergang der Bohrplattform "Deepwater Horizon" ist der Großteil des bisher ausgetretenen Öls unter Wasser geblieben. Bis zu 16 Kilometer lang, sechs Kilometer breit und hundert Meter hoch sind die finsteren Wolken - Wissenschaftler wie Samantha Joye von der University of Georgia haben sie jetzt vermessen. Von Bord des Forschungsschiffes "Pelican", unterwegs im Auftrag der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde NOAA, konnten sie die riesigen Ölschwaden unter der Oberfläche des Golfs von Mexiko nachweisen. .... (mehr -> HIER <-)



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