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13.03.2010 - von Micha

Uganda: Erdrutsch verursacht Hunderte von Toten

"global voices" berichtet aus Uganda.
 - geschrieben von Rebekah Heacock (übersetzt von Hans H. Knauf)

Ein weiterer Bericht über fast klassische Folgen von unkontrollierter Abholzung. (keine Sorge; die News werden sich jetzt nicht zu einer Ansammlung von Katastrophenberichten entwickeln) - Jan

Ein Erdrutsch in Ost-Uganda tötete am Montagabend mindestens 80 Menschen und mehr als 300 werden noch vermisst. Die von einem Tag mit starkem Regen ausgelöste Schlammlawine begrub drei Dörfer im Bududa Bezirk unter sich und vertrieb über 2000 Leute aus ihren Häusern. Die Suche geht auch heute am Mittwochmorgen weiter.

Ugandas Daily Monitor berichtete, dass Hochwasser im gesamten östlichen Teil des Landes aufgetreten sind, Schulen geschlossen wurden und die Straßen unpassierbar sind. Die Regenfälle werden voraussichtlich nicht aufhören und Reuters berichtet, dass die Beamten in Uganda befürchten, weitere fünf Bezirke könnten von den Überschwemmungen und Schlammlawinen betroffen werden.

Erdrutsche im Osten von Uganda bedeckten am Montag drei Dörfer mit Schlamm. Foto mit freundlicher Genehmigung von Apollo bei Facebook
Der Uganda-Blogger Rosebell fragt sich, warum die Regierung nicht mehr getan hat, um die Menschen aus diesen Bezirken zu evakuieren:

Es gibt schätzungsweise 50.000 Menschen, von denen einige in unmittelbarer Nähe des erloschenen Vulkans leben, die regelmäßig den Bedrohungen durch Erdrutsche ausgesetzt sind. In jeder Regenzeit gibt es in diesem Teil von Uganda viele Todesfälle, aber die einzige Vorkehrung ist die Erhaltung des Nationalparks, um die Menschen dorthin umzuquartieren.

Es gibt seitens der Regierung keine Bemühungen wirklich andere Wege zu finden diese Leute zu überzeugen und alternative Existenzmöglichkeiten für sie zu finden. In einem Gebiet, in dem viele Menschen von der Landwirtschaft abhängig sind, ist die Umsiedlung weg von den fruchtbaren vulkanischen Böden eine schwierige Entscheidung. So leben sie von einem Tag zum anderen und hoffen, dass sie die nächste Regenzeit überleben werden.

In Zentral-Uganda, wo der Regen keine große Bedrohung ist, schreibt Gay Uganda:

Der Regen, über den ich mich so sehr freute, fordert von unseren Menschen einen hohen Tribut. Ich kann nur beten. Äh, du weißt, was ich meine. Ich liebe den Regen, aber der Regen kommt mit Segen und Fluch. Eine Rekordernte ist etwas, worüber man glücklich sein kann. Furchtbar der Verlust von Leben - aber, unglaublich, das Leben geht weiter.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die Übersetzung erfolgte durch Hans H. Knauf, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf IPAT erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.

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