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09.03.2010 - von Micha

Kenya: Fluss Ewaso Nyrio tritt über die Ufer und verursacht starke Überschwemmungen in Samburu

Extreme Auswirkungen des Klimawandels werden immer häüfiger. "global voices" berichtet aus Kenya, vom Beginn einer Katastrophe.

 - geschrieben von Samuel Maina (übersetzt von Tina Seidenberger
Am Donnerstag, 4. März 2010, wurde das im nördlichen Kenia gelegene Samburu bei Tagesanbruch von einer Sturzflut überrascht, die sechs Touristen-Lodges und einige Artenforschungslager mit sich riss und tausende Menschen auf Dächer und Bäume trieb. Diese Welle heranstürzenden Wassers kam vom Fluss Ewaso Nyiro, der aufgrund starker Regenfälle um den Mount Kenya über die Ufer getreten war.

STE-Forschungslager unter Wasser

STE-Forschungslager unter Wasser

Das Ewaso-Lions-Blog schreibt:

Um ca. 5 Uhr heute Morgen [4. März] kam eine riesige Sturzflut vom Ewaso Nyiro herunter, die Logdges und Lager mit sich riss. Unsere Freunde bei Elephant Watch und Save The Elephants [STE] schafften es, höherlagige Gebiete zu erreichen, aber die Lager wurden dem Erdboden gleich gemacht. Anderswo saßen Menschen auf Bäumen und warteten auf Hilfe. Die britische Armee, Tropic Air und andere verbrachen den Tag damit, Menschen aus dem Gebiet zu evakuieren.

Paula Kahumbu veröffentlicht auf dem Baraza-Blog eine Mitteilung von Save the Elephants, deren Forschungslager zerstört wurde:

Heute wachten wir zu Berichten von unseren Leuten im Forschungszentrum auf, Samburu stehe unter Wasser! Ganz Samburu ist überflutet! Alle unsere Zelte wurden weggespült! Unser Forschungslager wie wir es kennen, gibt es nicht mehr! Glücklicherweise sind alle unsere Leute in Sicherheit, stecken jedoch auf Bäumen und Hügeln fest und warten darauf per Hubschrauber gerettet zu werden!

In Paulas Blogartikel heißt es: „Zum jetztigen Zeitpunkt ziehen sich die Wassermassen anscheinend zurück, aber alle Lager in Samburu und Shaba wurden evakuiert.“ Dies geschieht, da weitere Regenfälle wahrscheinlich sind. Die Blogger von Ewaso Lions sagen: „Was besonders angsteinflösend ist, ist die Tatsache, dass noch sehr viel mehr Regen erwartet wird.“

Die Ewaso Lions veröffentlichten einige Fotos – sowie einen Aufruf -, die von ihrem Blogger Shivani, der sich zurzeit in Samburu befindet, gesendet wurden. Der Aufruf fordert Menschen zu Spenden über das Blog oder zur Kontaktaufnahme mit dem Büro in Nairobi auf (für diejenigen in Nairobi, die Nahrungsmittel und Kleidung spenden möchten). WildlifeDirect hat auch einen Aufruf veröffentlicht, in dem dieselben Fotos zu sehen sind.

Der  unabhängige kenianische Fernsehsender NTV hat ein Video auf YouTube über die Zerstörung hochgeladen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die Übersetzung erfolgte durch Tina Seidenberger, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf IPAT erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.

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